Über das 3:3 gegen England: "Sehenswertes Spiel, an das man sich erinnern wird" - Über die deutschen WM-Chancen: "Optimistisch, dass man die Gruppe übersteht"
Olaf Thon weiß, wie man Titel gewinnt. 1990 wurde der heute 56-Jährige in Italien Weltmeister, mit Schalke 04 gewann er 1997 den UEFA-Cup und mit Bayern München drei deutsche Meisterschaften. Der Nationalmannschaft von Bundestrainer Hansi Flick traut er bei der WM in Katar jedoch nicht den ganz großen Coup zu. "Deutschland ist krasser Außenseiter", sagte der 52-malige Nationalspieler im exklusiven Interview mit Sportradio Deutschland, "ich bin aber optimistisch, dass die Mannschaft die Gruppe übersteht." Thon äußert sich in dem Gespräch auch zu den Problemen in Sturm und Abwehr.
Das Interview in voller Länge steht auf der Website unter www.sportradio-deutschland.de zur Verfügung.
... über das 3:3 gegen England: "Deutschland hat sich nach der 2:0-Führung zu sicher gefühlt. Ich kenne das aus dem Training. Das Ergebnis hat seine Tücken. Man kann nach dem 1:2 den Schalter nicht mehr umlegen. Der Ausgleich zum 3:3 spricht dann wieder für die deutsche Mannschaft. Unter dem Strich war es ein sehenswertes Spiel, an das man sich erinnern wird. Und es bleibt der positive Eindruck, dass wir durchaus Tore erzielen können. Und irgendwann hilft der Zusammenhalt, von dem Hansi Flick gesprochen hat und der uns dann zu Höchstleistungen treiben muss.“
... über die deutschen WM-Chancen: "Wir sind krasser Außenseiter auf den Titel. Ich bin aber optimistisch, dass man auf jeden Fall die Gruppe mit Japan, Costa Rica und Spanien übersteht. Ab dem Achtelfinale kann je nach Auslosung alles passieren."
... über die Gründe für die Sturmprobleme: "Uns fehlt manchmal die Brechstange, wenn man zurückliegt. So einen Typen wie Harry Kane braucht man unbedingt, um einen Titel zu holen. Für das Viertelfinale wird es mit unserer Stürmerqualität noch reichen. Ich bin mal gespannt, wie Hansi Flick das lösen wird."
... über die Situation in der Abwehr: "Antonio Rüdiger hat da die Nase vorn. Mir gefällt Niklas Süle eigentlich auch, aber er braucht das Selbstvertrauen. Nico Schlotterbeck muss sich erst noch an den großen Fußball gewöhnen. Er macht noch viele individuelle Fehler, auch bei Borussia Dortmund."
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