WintersportPressemitteilung

FISU Winter Games Turin: Team StuDi feiert gleich drei Medaillen

Team StuDi feiert gleich drei Medaillen: Umito Kirchwehm
Team StuDi feiert gleich drei Medaillen: Umito Kirchwehm · © adh / Arndt Falter

Am zweiten Wettkampftag der Torino 2025 FISU World University Games (14.01.2025) gab es die ersten Medaillen für das Team StuDi. Während Boardercrosser Umito Kirchwehm und Ski Freestylerin Hanna Weese über Bronze jubelten, holte das deutsche Mixed Double die Silbermedaille im Curling.

Im Snowboardcross-Finale feierte das Team StuDi die erste Medaille in Turin. Umito Kirchwehm (TU München) gelang es, in einem packenden Finale auf den Bronzerang zu fahren.

Im zweiten Halbfinale hatte sich Kirchwehm trotz starker Konkurrenz als Zweiter für das große Finale qualifiziert. Dort traf er auf die besten Drei des gestrigen Rankings. Die Auslosung der Startpositionen war jedoch unglücklich: Statt der erwartet drittbesten Position wurde ihm das schlechteste Gate zugewiesen, was den Start erheblich beschwerte. Zusätzlich kollidierten die Fahrer im Verlauf des Rennens mehrfach. Mit beeindruckender Leistung sicherte sich Kirchwehm am Ende dennoch Bronze. Gold ging an den Franzosen Quentin Sodogas, Silber an Bernat Ribera Violan aus Spanien.

Nach dem überragenden Halbfinalsieg gegen Kanada (7:5) hatte das deutsche Mixed Double aus Kim Sutor (TU München) und Klaudius Harsch (HS Kempten) die Chance auf den ganz großen Wurf. Im Finale unterlagen die beiden in einem wahren Krimi aber knapp mit 8:10 gegen Großbritannien. Für Harsch bleibt dennoch vor allem eine positive Erinnerung: „Die FISU Games waren für uns ein wunderschönes Erlebnis und ein großer Meilenstein. Kim und ich sind als Team enorm zusammengewachsen und haben es geschafft, in fast jedem Spiel – insbesondere im Halbfinale und Finale – unser bestes Curling zu zeigen.“

„Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass wir unser Potenzial voll ausschöpfen konnten. Auch wenn wir das letzte Spiel nicht für uns entscheiden konnten, sind wir unglaublich stolz auf unsere Leistung und das, was wir gemeinsam erreicht haben. Wir nehmen viele positive Erfahrungen mit und freuen uns daraus, ab morgen als Zuschauer die Games zu erleben und die deutschen Sportlerinnen und Sportler anzufeuern“, ergänzte Sutor.

Gestern führte sie noch als Fahnenträgerin die deutsche Delegation ins Stadion, heute sorgte Hanna Weese (HS München) auf der Buckelpiste für das nächste Highlight. Mit ihrer Teamkollegin Annika Merz (Uni Konstanz) zog die 23-Jährige souverän ins Freestyle Ski Moguls Finale ein und wurde für die drittbeste Leistung mit Bronze belohnt. „Ich bin mega happy. Die Qualifikation hat schon sehr gut angefangen, aber ich wusste, dass ich da noch etwas draufsetzen kann. Das hat im Finale dann auch geklappt. Bei der Siegerehrung hat es sich super angefühlt, mit der Medaille um den Hals auf dem Podium zu stehen“, sagte Weese. Annika Merz verpasste mit Rang vier knapp das Podium.

Bei den Männern war für Linus Merz (LMU München) und Valenin Moritz (HS Karlruhe) nach der Qualifikation auf den Plätzen 19 und 23 Schluss. Nicolas Weese (BMF Northeim) sicherte sich mit tollen Läufen einen Platz im Superfinale, leistet sich dort jedoch einen Fehler und wurde Sechster. Morgen treten alle fünf im Dual Moguls an.

Für das deutsche Biathlon-Team begannen die Wettkämpfe in Pragelato mit Einzelrennen über 12,5 Kilometern bei den Frauen und 15 Kilometern bei den Männern mit perfektem Wetter und super Streckenbedingungen. Luise Müller (Uni Bayreuth) erzielte mit dem sechsten Platz ein sehr starkes Resultat und hätte ohne ihre fünf Schießfehler wohl noch auf das Podium laufen könne. „Es war zwar kein Wind am Schießstand, aber stehend war bei mir heute ein bisschen der Wurm drinnen. Mit dem Laufen bin ich aber sehr zufrieden, was auch an den bombigen Ski lag. Da haben unsere Techniker einen Top-Job gemacht“, sagte die 24-jährige Studentin (Ingenieurwissenschaften).

Frederik Madersbacher Eide (FU Berlin) und Janik Löw (Uni Leipzig) schlossen ihr Rennen auf den Plätzen acht und 31 ab. Mit seinem achten Platz zeigte sich Politikwissenschafts-Student Madersbacher Eide besonders zufrieden: „Beim Schießen hat es mit 19 Treffer heute richtig gut funktioniert, die habe ich in meiner bisherigen Karriere noch nicht so oft geschossen.“

DOSB-Vizepräsident Jens-Peter Nettekoven sammelte am Rande der Piste in Bardonecchia viele positive Eindrücke: „Die gestrige Eröffnungsfeier war beeindruckend, aber die Wettkämpfe zu besuchen, ist für mich das Highlight der FISU Games. Besonders spannend ist es, die verschiedenen Disziplinen live zu erleben und der Aktiven kennenzulernen. Ich freue mich auf viele weitere Begegnungen und den Austausch in den nächsten Tagen!“

Fotos Torino FISU World University Games / Copyright: Arndt Falter bzw. Torino 2025 FISU Games

Quelle: Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband (adh) · SPPOriginalmeldung ↗
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