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Deutsches Speed-Skydiving-Team holt EM-Titel mit der Mannschaft – Zehn Medaillen für Deutschen Fallschirmsport-Verband bei Titelkämpfen in Hohenems

Deutsches Speed-Skydiving-Team holt EM-Titel mit der Mannschaft – Zehn Medaillen für Deutschen Fallschirmsport-Verband bei Titelkämpfen in Hohenems
· © Urs Schloske

· EM-Gold und Weltcup-Silber im Team für Linus Eckenigk, Marco Hepp und Toni Schmidt

· Marco Hepp mit vier Medaillen erfolgreichster deutscher Springer

· DFV-Sportdirektor Ralph Schusser zufrieden mit sechs EM- und vier Weltcup-Medaillen: „Starke Teamleistung, Hepp wieder da“

Überherrn/Hohenems, AUT (dfv) – Team-Gold für Deutschland bei den Europameisterschaften im Speed Skydiving im Hohenems. Insgesamt zehn Medaillen, sechsmal in der EM-Wertung sowie viermal beim Weltcup, konnte das Team des Deutschen Fallschirmsport-Verband (DFV) und des Deutschen Aero Club (DAeC) bei den am Freitag in Vorarlberg zu Ende gegangenen Europameisterschaften und Weltcups im Speed Skydiving verbuchen. 12 deutsche Fallschirmspringer*innen hatten an den Wettkämpfen teilgenommen, insgesamt stellen sich 61 Sportlerinnen und Sportler aus elf Nationen den wetterbedingt anspruchsvollen Wettkämpfen in Österreich.

Highlight der Titelkämpfe war aus deutscher Sicht der Gewinn der EM-Goldmedaille in der Mannschaftswertung. Linus Eckenigk (Löbnitz), Toni Schmidt (Stühlingen) und Marco Hepp (Günzburg) lagen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 493,62 km/h in der Endabrechnung vor den Teams aus der Schweiz (482,79 km/h) und Schweden (478,87 km/h). In der Weltcup-Wertung musste das deutsche Trio nur dem Team aus Australien den Vorrang lassen.

Bester deutscher Einzel-Teilnehmer war wieder einmal Marco Hepp mit vier Medaillen. Der Günzburger sicherte sich neben dem EM-Titel und Weltcup-Silber in der Mannschaftswertung in der Open-Kategorie EM-Bronze. In einem starken Teilnehmerfeld belegte der 38-Jährige, für den es nach einer im Frühjahr erlittenen Fußverletzung der erste große Wettkampf war, in der Gesamtwertung mit 505,07 km/h Rang drei hinter dem Spanier Sebastian Garcia Gutierrez (536,75 km/h) und dem Niederländer Thomas de Raat (505,66 km/h). In der Weltcupwertung wurde Hepp mit 505,07 km/h Punkten Gesamt-Fünfter.

Mit Teamkollegin Juliane Radow (Sattel/Schweiz) holte Hepp zudem noch EM-Bronze in der Mixed-Wertung. Der 20-jährige Linus Eckenigk, der in der Open-EM-Wertung einen hervorragenden sechsten Rang belegt hatte, sicherte sich in der Junioren-Wertung hinter dem Spanier Garcia Gutierrez EM- und Weltcup-Silber. Radow verpasste in der EM-Wertung der Frauen den Bronzerang als Vierte ebenso knapp wie Nico Hoffmann (Dresden) bei den Junioren.

Toni Schmidt und Thorsten Morhaus (Neckarsulm) komplettierten mit den Plätzen neun und zehn in der Open-Kategorie das aus deutscher Sicht hervorragende Ergebnis. Mit Gold und Silber in der Juniorinnen-Wertung der Europameisterschaften sowie im Weltcup feierten Nelia Molder (Leipzig) und Anabel Brugger (Bochum) hervorragende internationale Debüts.

Corinna Burk (Erdmannhausen) als Siebte in der EM-Wertung der Frauen, Marlene Kiepke (Lüneburg) als Achte, sowie Laura Teuchler (Leipzig) mit Rang elf zeigten ebenfalls gute Leistungen. Lukas Winnecker (Eschenburg) belegte Rang 22 in der Open-Kategorie.

Team Manager Axel Gotsche zeigte sich mit den Ergebnissen seines Team sehr zufrieden: „Wenn wir zehn Medaillen gewinnen, einen Europa- und neue deutsche Rekorde aufstellen sowie sieben von 12 Sportlern zum Saisonhöhepunkt persönliche Bestleistungen erzielen, ist der Weg grundsätzlich richtig“, so Gotsche: „Wir sehen aber auch, dass wir unsere Anstrengungen erhöhen müssen, um unsere Position in einem zahlen- und leistungsmäßig breiter und stärker gewordenen Teilnehmerfeld zu verteidigen.“

„Tolles Comeback von Marco Hepp und großartige Teamleistung aller deutschen Athletinnen und Athleten“, bilanzierte DFV-Sportdirektor Ralph Schusser. „Erneut zeigt sich die hervorragende Arbeit des Landesleistungszentrums FSV Eilenburg e.V. in Sachsen. Nachdem Nico Hoffmann schon sehr gut bei den Deutschen Meisterschaften im Canopy Piloting im tschechischen Klatovy glänzen konnte, überzeugten jetzt sogar mit Linus Eckenigk beide Junioren aus dem Landesleistungszentrum mit großartigen Leistungen.“

Beim Speed Skydiving geht es um das Erreichen der höchstmöglichen Geschwindigkeit der einzelnen WettkämpferInnen im Freifall aus einer Absprunghöhe von 4.000 Metern über eine bestimmte Messstrecke. Dabei werden Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 500 km/h erreicht. Es handelt sich um die schnellste nichtmotorisierte Sportart.

· Europameisterschaften: https://results.worldskydiving.org/FrontEnd/ResultSet/690

· Weltcup: https://results.worldskydiving.org/FrontEnd/ResultSet/685

Quelle: Deutscher Fallschirmsportverband e.V. (DFV) · SPPOriginalmeldung ↗
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