FußballPressemitteilung

Bayern scheidet im Halbfinale gegen PSG aus – Trainer Kompany: „Wir müssen respektieren, dass wir gegen einen großen Gegner gespielt haben“

Laimer zur möglichen Gelb-Roten Karte: „Gefühlt hat der vierte Offizielle noch nie in irgendeinem Spiel irgendwas gesagt“ - Neuer trotzdem stolz: „Wir sind verdient Deutscher Meister geworden und freuen uns auf das Pokalfinale in Berlin“ - Khedira zur möglichen Gelb-Roten Karte: „Sehr fragwürdig“

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus der Partie FC Bayern München gegen Paris Saint-Germain (1:1) im Halbfinal-Rückspiel der UEFA Champions League live bei DAZN.

… zu seinen ersten Worten an die Mannschaft: „Ich habe die Fähigkeit, nicht lange enttäuscht zu sein. Jetzt ist es natürlich bitter, wir haben verloren. Es war knapp, ganz knapp, in beiden Spielen. Wir müssen respektieren, dass wir gegen einen großen Gegner gespielt haben. Die Kleinigkeiten haben entschieden – ein Tick mehr für uns reicht vielleicht. Aber es geht weiter. Die Champions League ist jetzt vorbei für uns, aber es kommt wieder ein Moment, es kommt wieder eine Möglichkeit. Das ist für mich auch eine Sache von großer Motivation.“

… zu den entscheidenden Faktoren: „Ganz kleine Details. Das Niveau von beiden Mannschaften war sehr, sehr hoch. Natürlich tut uns diese Schiedsrichterentscheidung in Paris noch immer weh, weil du am Ende wegen eines Tores verlierst. Aber ich habe trotzdem Respekt vor diesem Gegner, der so viel Qualität hat und vielleicht schon zwei Jahre die beste Mannschaft in Europa ist. Wir haben fünfmal gegen Paris gespielt: zweimal gewonnen, zweimal verloren und einmal unentschieden gespielt. Wir haben alles versucht, das muss man sagen. Gratulation an PSG. Wir werden es wieder versuchen.“

… zur Handelfmeter-Szene: „Ich verstehe die Regel. Aber von dem, was wir gesehen haben, ist das natürlich weit entfernt. Der geht nicht erst an den Körper und dann an die Hand. Und ob das jetzt ein eigener Spieler ist oder nicht, das ist ein bisschen Quatsch, ein bisschen Blödsinn. Aber gut, die Regeln sind, wie sie sind. Das ist schade.“

… zur sportlichen Einordnung: „Wir haben auf Augenhöhe mit PSG gespielt. Das muss man sagen. Ich fand unsere erste Halbzeit eigentlich gut. Vom Gefühl her waren wir in diesem Moment auch die bessere Mannschaft. Wir waren ganz oft in den Räumen, in denen wir gefährlich werden können. Jamal hatte in der ersten Halbzeit ein paar gefährliche Situationen, Michael kam immer wieder in diese Eins-gegen-Eins-Situationen, Luis auch. Aber PSG hat die Flanken unglaublich gut verteidigt, den Rückraum immer gut verteidigt und war sehr aktiv. Obwohl wir in den gefährlichen Räumen waren, haben sie dafür gesorgt, dass wir nicht zu den Abschlüssen gekommen sind.“

… zum Gespräch mit dem Schiedsrichter: „Es sind nicht nur diese zwei Situationen. Wenn zwei, drei, vier Spieler unnötig auf dem Boden liegen, dann hast du die fünf Minuten nicht wirklich gespielt. Natürlich wollen wir es noch versuchen, hätten vielleicht noch ein, zwei oder drei Minuten extra spielen können, wenn man das richtig beobachtet. Und dann ist auf einmal Schluss. Wir haben auch die Verantwortung, eigentlich die ganze Verantwortung. Aber es gibt drei Parteien: Es gibt PSG, uns und dann gibt es die Unparteiischen.“

… zu seinem Gespräch mit Manuel Neuer: „Es war keine emotionale Situation. Manu ist unser Kapitän. Wenn ich eine Reaktion von der Mannschaft bekommen will, kann ich das nicht alleine bringen. Ich brauche Manu einfach. Ab morgen ist die Sache für mich erledigt. Manche Jungs werden morgen noch einen schwierigen Tag haben, das ist normal. Aber mir wird das ab morgen mehr Motivation geben. Ich habe viel Respekt vor dieser PSG-Mannschaft. Ich möchte noch mal gegen PSG spielen. Leider geht das dieses Jahr nicht.“

… zur Atmosphäre (vor dem Spiel): „Ich höre fast gar nichts. Es geht wahrscheinlich über die Stimmung. Das spielt eine Rolle in diesen Spielen. Wir haben es in Paris gespürt, wir haben es in Madrid gespürt, aber auch zu Hause. Jetzt ist der Moment, das letzte Champions-League-Spiel, das man daheim spielen kann. Dann brauchen wir noch einmal alle Kraft zusammen und müssen alles dafür tun, dieses Spiel zu gewinnen.“

… zur Aufstellung (vor dem Spiel): „Phonzie wurde in Paris zur Halbzeit als Vorsichtsmaßnahme gewechselt. Jetzt ist er wieder dabei, das ist positiv. Er wird heute wahrscheinlich auch eine Rolle spielen. Aber Conny und Stani waren die ganze Saison stabil, haben schon oft gegen Paris gespielt und das immer gut gemacht. Deswegen haben wir volles Vertrauen. Aber nicht nur die Jungs, die starten: Die Jungs, die auf der Bank sitzen und reinkommen müssen, sind heute genauso wichtig.“

… zum Ausscheiden: „Wir waren heute keine Killer in der Offensive. Am Ende hatten wir schon die Möglichkeit, das Spiel hier zu gewinnen. So richtig krasse Torchancen, bei denen wir sagen: Das ist eine Hundertprozentige, hatten wir zwar nicht oft. Aber wenn wir dann die Möglichkeiten bekommen – man siehe PSG –, die einfach Killer mit den fünf Toren waren, müssen wir sie nutzen. Man hat gesehen, dass wir dem Finale nahe waren, aber das Ding nicht zu Ende spielen konnten.“

… zum Spiel: „Es sind beides Mannschaften, die sehr intensiv spielen. Es hätte heute auf beiden Seiten auch zwei-, dreimal mehr klingeln können. Wir haben versucht, mit gutem Pressing und Umschaltmomenten Richtung gegnerisches Tor zu kommen. Das hat PSG auch versucht. Es war intensiv, natürlich heute nicht mit der Anzahl der Tore.“

… zur Enttäuschung: „Wir haben trotzdem ein Finale, wir sind verdient Deutscher Meister geworden und freuen uns auf das Pokalfinale in Berlin. Daran denken wir jetzt natürlich nicht, weil jetzt die Enttäuschung überwiegt.“

… zum Ausscheiden: „Es ist immer hart, wenn man in so einem Spiel ausscheidet. Auf diesem Niveau kommt es über zwei Spiele auf ganz kleine Details, auf ein paar Entscheidungen und auf ein paar Momente an. Ich hatte immer das Gefühl, dass wir das biegen können. Am Ende gewinnst du heute nicht und das tut natürlich weh in so einem Spiel.“

… zur Szene mit Nuno Mendes: „Ich hätte gesagt: 100 Prozent nein. Aber manchmal fühlt man das auch nicht so. Mitten im Spiel hätte ich gesagt, ich berühre ihn mit dem Körper, will ihn vorbeilegen, und er spielt ihn klar mit der Hand weg. Wahrscheinlich ist es eine klare Gelbe Karte für ihn, für ihn dann die zweite. Das ist bitter. Das sind Entscheidungen, die nicht auf unsere Seite gelaufen sind.“

… zum Eingriff des vierten Offiziellen: „Super, also gefühlt hat der vierte Offizielle noch nie in irgendeinem Spiel irgendwas gesagt. Aber es ist egal, ich kann es nicht mehr ändern. Es wäre ein sehr entscheidender Moment gewesen, wenn ein Spieler nach 20 Minuten Gelb-Rot kriegt und vom Platz geht.“

… zu den Unterschieden zum Hinspiel: „Wir hatten immer genug Momente. Es hat irgendwie der letzte Punch gefehlt, dass die ganz hundertprozentige Chance rauskam. Wir hatten trotzdem viele Abschlüsse, viele Aktionen im gegnerischen Strafraum, waren dann aber ganz sicher ab und zu ein bisschen schlampig, nicht so genau, wie wir sein können und nicht so gut im Abschluss, wie wir sein können.“

… zur Stimmung (vor dem Spiel): „Man merkt natürlich, dass es auch etwas ganz Besonderes für den ganzen Verein ist, für die ganze Stadt. Ich glaube, es wird heute eine super Stimmung sein und dann schauen wir mal, was hier geht.“

… zur Ausgangslage (vor dem Spiel): „Klar ist natürlich, dass wir mit einem Tor Nachteil ins Spiel gehen. Aber man muss auch sagen, dass wir uns nach einem 5:2 zurückgearbeitet haben. Deswegen haben wir auch ein paar Tore gewonnen, weil es noch schwieriger gewesen wäre, wenn wir mit drei Toren Rückstand reingehen würden. Dementsprechend glaube ich, dass noch alles offen ist.“

… zur Bedeutung des Spiels (vor dem Spiel): „Es ist wirklich ein außergewöhnliches Spiel. Wir haben es letztlich schon gesehen, jetzt haben wir uns eine Woche auf dieses Spiel gefreut. Es wird natürlich extrem hochstilisiert, da sind hohe Erwartungen. Ich bin gespannt, ob es das erfüllen kann. Aber allein die Stimmung und die Energie, die wir generell schon gespürt haben und heute wieder spüren, sind außergewöhnlich.“

… zu seinem Weg und der Bayern-Saison (vor dem Spiel): „Wenn du bei Bayern München arbeitest, und ich beziehe es ungern auf mich, dann haben wir diese Dinge entschieden, diesen Kader gebaut und diesen Trainer verpflichtet. Ich habe immer an diesen Moment geglaubt, dass wir erfolgreich sein können. Wie sehr, das hängt natürlich auch von Momentum, Spielverläufen und Schiedsrichterentscheidungen ab. Wir haben jetzt alles vorbereitet für dieses große Spiel und hoffen, dass wir heute unser Niveau zeigen. Wenn wir das zeigen und diese Resilienz haben, dann haben wir eine große Chance.“

… zu seiner möglichen Vertragsverlängerung (vor dem Spiel): „Das, was ich hier alles investiert habe, das Herzblut, das, was ich hier mit den Menschen zusammen gemacht habe, war am Anfang nicht ganz so einfach, weil natürlich ein paar Charakterköpfe aufeinandergetroffen sind. Aber ich glaube, nur das hilft auch so einem großen Verein wie Bayern München: dass man sich reibt, dass man miteinander diskutiert. Jetzt haben wir sehr, sehr gute Dinge auf den Weg gebracht. Ich fühle mich sehr, sehr wohl. Ich habe immer gesagt, ich will hier meinen Job machen, man soll meinen Job bewerten. Wenn sie meinen Job gut finden, bin ich auch bereit, hier bei Bayern länger zu bleiben.“

… zu möglichen Vertragsverlängerungen von Manuel Neuer und Konrad Laimer (vor dem Spiel): „Ehrlicherweise, ohne dass ich unhöflich sein möchte: An so einem Tag über Vertragsverlängerungen zu sprechen mit dem Kader, den wir haben – jeder kann sich sicher vorstellen, dass wir auch für die Saison 2026/27 wieder einen schlagkräftigen Kader haben werden. Das mit Manuel haben wir schon hinreichend diskutiert: Wenn er Lust hat, wenn er Bock hat, dann werden wir uns hinsetzen und in die Augen schauen und dann wird es weitergehen. Bei Conny habe ich auch schon hinreichend gesagt: Es gibt gerade zwei Standpunkte, aber keinen Streit, nichts Böses. Man versucht, seine Argumente auszutauschen. Das werden wir aber jetzt nicht in den nächsten Wochen machen.“

… zu einer möglichen Triple-Prämie (vor dem Spiel): „Es ist mir ehrlicherweise scheißegal, ob es eine Prämie gäbe. Ich möchte gerne drei Pokale haben, wenn es geht.“

… zum erneuten Finaleinzug: „An München habe ich gute Erinnerungen. Ich glaube, wir haben ein Spiel mit sehr viel Intensität erlebt. Heute war unsere Defensive besser als unsere Offensive. Aber der Charakter, den wir gegen eine echte Mannschaft wie den FC Bayern gezeigt haben, war sehr positiv. Wir sind sehr glücklich, zum zweiten Mal in Folge das Champions-League-Finale erreicht zu haben.“

… zum Duell mit dem FC Bayern: „Es war sehr intensiv, sehr schwierig. Sie spielen Fußball auf höchstem Niveau. Ich glaube, beide Mannschaften sind sich ähnlich. Wir lieben es, den Ball zu haben, wir lieben es, zu verteidigen und hoch zu pressen. Ich glaube, wir konnten ein wirklich schönes Spiel sehen. Wir sind sehr glücklich. Es ist sehr schwierig, gegen Bayern zu spielen.“

… zum Finaleinzug: „Es war ein unglaubliches Spiel, das für beide Seiten hart war. Beide Mannschaften waren gut im Angriff und in der Verteidigung. Wir waren das bessere Team. Wir haben zwar nicht gewonnen, aber waren sehr knapp dran. Wir haben aber das Finale erreicht und sind sehr glücklich damit. Wir haben alles gegeben.“

… zu seiner Leistung: „Für mich ist das Team am wichtigsten. Es ist egal, wer die Trophäen nach Hause nimmt, weil wir wie eine große Familie sind und sehr stolz aufeinander sind. Das Team hat alles gegeben und wir sind sehr stolz.“

… zum Finale gegen Arsenal: „Es wird ein schwieriges Spiel. Arsenal und Bayern waren die besten Teams und die schwierigsten Gegner in dieser Saison. Es wird schwierig, weil es das Champions-League-Finale ist. Wir werden aber alles geben.“

… zum Ausscheiden der Bayern: „Nach meiner Ansicht haben die Bayern gar nicht so viel falsch gemacht. Sie wollten, sie waren aktiv, sie waren diszipliniert. Aber man muss heute klar herausstellen, dass PSG einfach ein unfassbares Kaliber ist. Gerade diese defensive Stabilität, diese defensive Disziplin, auch in der 90. Minute noch einmal nach hinten zu verteidigen von den Top-Stürmern: Da muss man sagen, Respekt vor dieser Mannschaft.“

… zur möglichen Gelb-Roten Karte: „Dadurch, dass du Gelb vorbelastet bist und der Schiedsrichter das vermeintliche Handspiel von Conny Laimer nicht sieht und auf Zuruf des vierten Offiziellen entscheidet, ist es schon sehr fragwürdig und dann eben auch ein sehr entscheidender Faktor der Partie heute.“

… zu PSG unter Luis Enrique (vor dem Spiel): „Das Team steht im Vordergrund. Du kannst die geilsten Einzelspieler haben, das hatten sie mit Mbappe, Neymar und Messi. Aber er hat gesagt: Jeder Spieler muss auf dem Platz seine Aufgaben erfüllen, jeder Spieler muss attackieren, verteidigen und anlaufen können. Da gibt es keine Kompromisse. Es ist absolut großartig, was das Konstrukt PSG zusammen mit Luis Enrique gemacht hat.“

… zum Weiterkommen von PSG: „In beiden Spielen ist die bessere Mannschaft weitergekommen. Sie waren das Quäntchen besser, heute vielleicht sogar noch dominanter, obwohl es am Ende unentschieden ausging. Bayern hat nicht enttäuscht, ist heute aber ein bisschen an seine Grenzen gestoßen.“

… zur Schiedsrichterentscheidung gegen Konrad Laimer: „Er pfeift es nicht und auf einmal hat der vierte Offizielle etwas gesehen. Ich hatte das Gefühl, sie wollten diese Gelb-Rote Karte nicht geben. Das ist mein Gefühl als Zuschauer. Wenn es ein strafbares Handspiel ist, muss man es auch pfeifen. Aber manchmal sucht man nach Situationen, um ein Spiel als Schiedsrichter nicht in eine Bahn zu lenken.“

… zu Joshua Kimmich (vor dem Spiel): „Jo spielt generell auf sehr hohem Niveau. Das macht einen Spitzenspieler aus, einen Topspieler, wenn er sehr oft nah an seine Topleistung rankommt. Er ist ein ganz, ganz entscheidender und wichtiger Spieler bei den Bayern, der das Tempo vorgibt. Er spielt fast jeden Ball und hat deswegen einen großen Einfluss auf den Spielfluss und die Spielgeschwindigkeit.“

… zu Julian Nagelsmann und Bayern (vor dem Spiel): „Es ist generell auch politisch gut, wenn du als Nationaltrainer mit den Bayern gut kannst und dir dort auch eine Meinung holst und Interesse bekundest. Ich glaube, das war Uli wichtig, dieses Signal zu setzen. Vielleicht ist da ein bisschen Distanz entstanden, auch resultierend aus dem Rausschmiss damals beim FC Bayern. Aber ich würde das nicht überbewerten. Das ist ein normaler Prozess. Wir sind nicht in der Verfassung, in der wir sein wollen, und deswegen ist das ganz normale Kritik.“

Quelle: DAZN · SPPOriginalmeldung ↗
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