FußballPressemitteilung

„Vom Entertainment-Faktor ganz oben mit dabei!“ – Iran und Neuseeland zeigen, „wofür eine Fußball-WM stehen sollte“

Mohammed Mohebi feiert Irans Ausgleich zum 2:2 mit dem „Pistolero“-Jubel. Gegen Neuseeland kommen die Iraner nach zwei Rückständen zurück – von Experte Lutz Pfannenstiel gibt’s für die Mentalität das Zertifikat „hervorragend – 10 von 10 Punkten“.

Torreiches Spektakel zum Abschluss des 1. Spieltags in Gruppe G: Vor den Augen von FIFA-Präsident Gianni Infantino liefern sich Iran und Neuseeland mit 2:2 einen offenen Schlagabtausch. „Das Spiel war vom Entertainment-Faktor ganz oben mit dabei“, schwärmt MagentaTV Gast-Experte Lutz Pfannenstiel und glaubt, dass beide Teams die favorisierten Belgier in der Vorrunde ärgern könnten: „Neuseeland war etwas effektiver und körperlich etwas stärker. Aber Iran hat gezeigt, dass die Mentalität hervorragend war – 10 von 10 Punkten – und dass man technisch eine sehr gute Truppe hat.“ Im Fokus stand im Vorfeld bereits der neuseeländische Rechtsverteidiger Tim Payne, der innerhalb von einer Woche zum Social-Media-Star wurde: „Das ist einer der Schlechtesten in der Mannschaft. Er ist ein sehr limitierter, durchschnittlicher, ehrlich, hart arbeitender rechter Außenverteidiger, der sehr froh sein muss, dass er bei einer WM auch mal mitspielen darf“, schmunzelt Pfannenstiel. Nach dem Spiel freut sich der Sportdirektor des FC Aberdeen vor dem Hintergrund der geopolitisch heiklen Situation besonders mit den Iranern: „Man kommt hierhin, man konzentriert sich auf den Fußball und ruft eine gute Leistung ab. Das ist das, wofür eine Fußball-WM stehen sollte: Der Fußball stand im Vordergrund.“

Zuvor sahen sich die Iraner sehr herausfordernden Einreisebedingungen ausgesetzt, woran MagentaTV WM-Expertin Tabea Kemme Kritik übt: „Da reisen über 70 Menschen für so ein Spiel ein: der ganze Staff, plus 26-köpfiger Kader. Das ist logistisch eine Dimension, die wir uns gar nicht vorstellen können. Am Matchday sollten die erst anreisen, das ist schier unmöglich. Dann kommt noch der ganze Druck, der auf den Schultern lastet.“ Pfannenstiel gefällt die Antwort der Mannschaft auf dem Platz: „Wenn man gut spielt, Tore schießt und gewinnt, ist es eigentlich die beste Aussage, die man als iranischer Nationalspieler treffen kann.“

Wirbel hatte es ebenfalls um den Ex-Leverkusener Sardar Azmoun gegeben, der aufgrund eines Instagram-Posts mit dem Premierminister der Vereinigten Emiraten aus dem iranischen WM-Kader geflogen war. „Es gibt diese Sanktion, diese unmittelbare Konsequenz, wenn du für gewisse Werte einstehst“, moniert Kemme. Azmoun sei „seinen Werten treu und hat das in Kauf genommen.“ Auch auf vergleichbare Situationen in Deutschland, etwa Aussagen zum „Rechtsruck“ in der Gesellschaft, nimmt Kemme Bezug: „Es ist teils schwierig, sich als Athletin zu positionieren, weil du immens Druck von den Vereinen und Verbänden bekommst, dass man sich nicht parteipolitisch äußern sollte.“

Nachfolgend die Stimmen und Clips vom Spiel Iran gegen Neuseeland und des Duells zwischen Saudi-Arabien und Uruguay. Bitte bei Verwendung MagentaTV als Quelle angeben. Weiter geht’s heute Morgen gleich um 07.00 Uhr mit dem „Breakfast Club“. Heute Abend geht’s dann weiter mit dem ersten Auftritt von Titelkandidat Frankreich gegen Senegal in der Gruppe I – live und exklusiv ab 19.30 Uhr bei MagentaTV. Alle WM-Spiele gibt es nur bei MagentaTV live, 44 davon exklusiv.

Hoher „Entertainment-Faktor“: Pfannenstiel freut sich über „das, wofür eine Fußball-WM stehen sollte: Der Fußball stand im Vordergrund“

MagentaTV Gast-Experte Lutz Pfannenstiel traut Iran und Neuseeland nach der Auftaktpartie einiges zu: „Mit so einer Leistung könnten beide Mannschaften die Belgier durchaus ärgern. Ägypten ist eine gute Truppe, aber auch mit Sicherheit schlagbar. Beide Mannschaften können mit großem Selbstbewusstsein nach Mexiko zurückfliegen bzw. je nach Gegner in Amerika bleiben. Das war definitiv ein Spiel auf Augenhöhe, mit vielen Chancen auf beiden Seiten und zwei, drei herausragenden Einzelleistungen. Das hat Spaß gemacht. Es war vielleicht nicht das beste Spiel, aber das Spiel mit dem meisten Entertainment.“

Für Pfannenstiel hat die Partie die Erwartungen übertroffen : „Bei dem Spiel hätten viele Leute vorher gesagt: Es ist ein kleines Spiel mit Gegnern, die man nicht unbedingt so ernst nehmen sollte. Aber Pustekuchen, das war nicht der Fall. Man hat ein intensives Spiel gesehen. Neuseeland war etwas effektiver und körperlich etwas stärker. Aber Iran hat gezeigt, dass die Mentalität hervorragend war – 10 von 10 Punkten – und dass man technisch eine sehr gute Truppe hat. Das Spiel war vom Entertainment-Faktor ganz oben mit dabei: Es war alles drin: Tore und Chancen. Ich freue mich für die Iraner, dass man zweimal einen Rückstand aufgeholt hat – auch wegen der politischen Situation. Es gab viel Unruhe. Man kommt hierhin, man konzentriert sich auf den Fußball und ruft eine gute Leistung ab. Das ist das, wofür eine Fußball-WM stehen sollte: Der Fußball stand im Vordergrund. Die Iraner haben es toll gemacht, die Neuseeländer genauso. Sie haben es sich beide verdient.“ Link zum Clip: clipro.tv/player?publishJobID=Um5iaHB5R1hSbGozTnF1cnJLWU1yd0g3cTEwSXNUU3Y5SGVnZURtYTB5OD0=

„Es bewegt sich etwas im neuseeländischen Fußball“ – Pfannenstiel über Social-Media-Star Payne: „einer der Schlechtesten in der Mannschaft“

Lutz Pfannenstiel, Sportdirektor beim FC Aberdeen und MagentaTV Gast-Experte mit als Spieler viermaliger Torwart des Jahres in Neuseeland, über die neuseeländische Nationalmannschaft: „Man muss das Stigma von früher ablegen, dass einer mal ein Schafshirte und der andere ein Automechaniker war. Das ist wirklich nicht mehr so. Die Hälfte spielt in Asien in einer guten Liga. Es ist eine körperlich sehr robuste und große Mannschaft, die sehr hart arbeitet. Eine filigrane, technische Truppe sind sie auf keinen Fall. Aber von der Physik kann man herhalten. Können die Neuseeländer überraschen? Ich glaube nicht, dass sie in der Gruppe wirklich weit kommen können.“

… über Neuseelands Trainer Darren Bazeley, mit dem er oft im Austausch ist:„Man hat Neuseeland gekannt als körperliche Bullen, die einfach laufen und raufen und kratzen und beißen. Das hat Darren so umgelegt, dass er Fußball spielen will. Es ist mehr auf Ballbesitz ausgelegt. Es bewegt sich etwas im neuseeländischen Fußball. Den Amateurgedanken von früher gibt’s nicht mehr.“ Link zum Clip: clipro.tv/player?publishJobID=MnhzUjBPVTZzZ3huUkMzMzZmcDJFekYzYXZkOWF3Yy9qTS9pc3lMbUs2Zz0=

Der neuseeländische Rechtsverteidiger Tim Payne wurde durch die prominente Werbung des argentinischen Influencers Valen Scarsini innerhalb von einer Woche zum Social-Media-Star mit über 5 Millionen Followern auf Instagram. Pfannenstiel ist ob der sportlichen Qualität verwundert: „Das ist noch dazu einer der Schlechtesten in der Mannschaft. Er ist ein sehr limitierter, durchschnittlicher, ehrlich, hart arbeitender rechter Außenverteidiger, der sehr froh sein muss, dass er bei einer WM auch mal mitspielen darf. Er ist sehr solide, aber das war es.“ Link zum Clip: clipro.tv/player?publishJobID=Sm04K20rZTY1UmpWSjlHM1AyMzhnakJqL3JaRERHQng5NVpKRmxlbWUzYz0=

„Das ist schier unmöglich“: Kemme kritisiert Einreise-Schwierigkeiten der Iraner, Pfannenstiel erwartet „Heimspiel“ in LA

Pfannenstiel, der in der Champions League selbst schon gegen iranische Mannschaften gespielt hat, ordnet den Fußball in Iran ein: „Der iranische Fußball ist weltweit komplett unterschätzt. Fußball ist dort absolut geliebt ohne Ende. Als ich dort Champions League gespielt habe, waren 110.000 – Männer damals noch – im Stadion. Das ist eine wahnsinnige Fußballkultur. Die Stadien sind voll. Es ist eine technisch sehr gute Liga.“

MagentaTV-Expertin Tabea Kemme darüber, ob man die politische Situation im Sport ausklammern kann: „Mit dem Fokus auf Weltturniere ist in der geopolitischen Lage immer ein Spielraum gegeben. Wir sehen, wie komplex die Situation ist – auch als Athlet gibt es diese Komplexität, je nachdem, welchen Pass ich habe. Alleine die Schwierigkeiten bei der Einreise nehmen Dimensionen an, die wir vorher gar nicht groß kannten. Das wird im Team jede Minute eine Rolle spielen. Da reisen über 70 Menschen für so ein Spiel ein: der ganze Staff, plus 26-köpfiger Kader. Das ist logistisch eine Dimension, die wir uns gar nicht vorstellen können. Am Matchday sollten die erst anreisen, das ist schier unmöglich. Dann kommt noch der ganze Druck, der auf den Schultern lastet. Die FIFA ist als Verband im Austausch mit den jeweiligen Verantwortlichen des Landes. Das wird eine Kommunikation sein, da will ich nicht in der Pressestelle sitzen.“

Pfannenstiel über die große persische Community in Los Angeles: „Es gibt wahnsinnig viele Iraner, die wunderbar in die Kultur in Amerika eingebunden sind. Ich denke schon, dass das ein Heimspiel wird und auch viele neutrale Zuschauer dem Iran die Daumen drücken werden.“

Link zum Clip: clipro.tv/player?publishJobID=dXZxbndjTkZ2UUgvL1RJZ2N2NVdqK21tRmRDb01HazNaNXp1SUdLN3RNRT0=

Nach Azmoun-Rauswurf: Kemme moniert „diese unmittelbare Konsequenz, wenn du für gewisse Werte einstehst“

Kemme über Irans Stürmer und Ex-Leverkusener Sardar Azmoun, der aus dem Kader gestrichen wurde, weil er ein Foto mit dem Premierminister der Vereinigten Emiraten bei Instagram gepostet hat: „Wir sehen: Jedes Verhalten hat eine Konsequenz. Ich bin nicht mehr die Athletin und übe diese Sportart aus, sondern ich bin auch die Person dahinter. Sobald es sportpolitisch oder hochpolitisch wird, kann dir einfach mal das Trikot entzogen werden. Es gibt diese Sanktion, diese unmittelbare Konsequenz, wenn du für gewisse Werte einstehst. […] Auch sich in Deutschland zum Thema Rechtsruck zu positionieren: Es ist teils schwierig, sich als Athletin zu positionieren, weil du immens Druck von den Vereinen und Verbänden bekommst, dass man sich nicht parteipolitisch äußern sollte.“

… darüber, dass Azmoun den Post immer noch nicht gelöscht hat: „Er ist seinen Werten treu und hat das in Kauf genommen.“

Pfannenstiel über die angespannte Situation zwischen dem Iran und den USA: „Es ist eine sehr einzigartige Situation, dass es genau in diese Zeit fällt, dass ein Land mit dem Gastgeber gerade im Kriegszustand ist. Natürlich ist es seltsam. Man muss versuchen, den Sport und die Politik zu trennen. Die Jungs sollen auf den Platz gehen, Spaß haben und versuchen, so Spiele wie möglich zu gewinnen. Wenn man gut spielt, Tore schießt und gewinnt, ist es eigentlich die beste Aussage, die man als iranischer Nationalspieler treffen kann.“

Link zum Clip: clipro.tv/player?publishJobID=UVBoU1BCNFhULzV3WWNaL050OW5YcUZsZkN0djZncDRNUDlWbDBGU3prZz0=

Kräftezehrendes Remis in Miami! Ließ sich Uruguay von Saudi-Arabien in der 1. Halbzeit den Schneid abkaufen und lag verdient zurück, zeigte das Team von Marcelo Bielsa nach der Pause eine Reaktion. Auch wenn Uruguay in der Schlussphase aus allen Lagen feuerte, wollte der Siegtreffer nicht mehr fallen. Die Tabellenkonstellation in der Gruppe: Alles ist offen. Am Sonntag trifft Spanien ab 16.30 Uhr, exklusiv bei MagentaTV, auf Saudi-Arabien, während Kap Verde ab 23.20 Uhr gegen Uruguay an der nächsten Sensation basteln will.

Tabea Kemme, MagentaTV-Expertin: „Wir sehen, inwiefern der Strafraum konsequent verteidigt wird. Entweder hast du die Chance über Flanken aus dem Halbfeld zu kommen oder du legst ihn dir auf den ersten, zweiten Kontakt frei und ziehst aus 20-25 Metern blanko aufs Tor. Der Torhüter, Al-Owais hat auf jeden Fall den Punkt festgehalten in der 2. Halbzeit.“

…zum Uruguayer Ausgleich: „Das hat sich total abgezeichnet. In der Frequenz diese Flanken reinzubringen in den torgefährlichen Raum. Dementsprechend ist es hier auf den Zweiten. Da ist er einfach gut positioniert zwischen den Verteidigern, Innen- und Außenverteidiger, auf den zweiten Ball zu gehen. Hier hat der Torhüter auch nicht auf den ersten Kontakt den Ball festgemacht. Und dann ist es der Schütze, der am ehesten da ist, Araújo.“

…zu Uruguay: „Der Druck, den Uruguay auf die 2. Halbzeit gesetzt hat, es roch eigentlich nach dem 2:1.“

Tabea Kemme, MagentaTV-Expertin, zur Ausgangslage in Gruppe H, nach dem 0:0 zwischen Spanien und Kap Verde: „Das [Kap Verde gegen Spanien] war für mich die Überraschung für mich an diesem Abend. Schauen wir mal auf die Ausgangslage in dieser Gruppe. Saudi-Arabien spielt im nächsten Spiel gegen Spanien. Es ist gefühlt so offen.“

Link zur Aussage: clipro.tv/player?publishJobID=V0svN3pPTVU3OUpyQ21KM1hWOENnRG1OYXBlQW12dHlTZUZ5OFF0SVRlTT0=

Tabea Kemme, MagentaTV-Expertin, über Uruguay-Trainer Marcelo Bielsa und dessen Zitat „Wenn meine Spieler Roboter wären, würde ich jedes Spiel gewinnen“: „Ich finde das spannend, weil das für mich dieses mentale Overload ist, dass du roboterartig genau weißt wie und was. Aber du brauchst auch eine Art von Empathie, um diesen Flow zu entwickeln. Und das sehe ich absolut gar nicht. Das ist so. Du kannst Chaos kreieren und siehst in deinem eigenen Chaos nicht mehr durch. Ich finde, das spiegelt das alles wider.“

Link zur Aussage: clipro.tv/player?publishJobID=WllkL29sY1d6em1QNk4vYnZFSjVpTllDN2M1MllWUzBCTm9xaHNUWGhkYz0=

Andreas Rettig, Geschäftsführer Sport DFB, über Julian Nagelsmann und Rudi Völler als Duo: „Das ist wunderbar anzusehen. Die beiden sind ein kongeniales Pärchen. Julian als junger Trainer, der trotzdem über 300 Bundesligaspiele hat. Es ist nicht so, als wäre er ein Novize. Er hat auch schon viel im Vereinsfußball erreicht. Er hat eine Heim-EM brillant gemeistert. Und auf der anderen Seite Rudi Völler, der jetzt die fünfte Weltmeisterschaft in unterschiedlichen Funktionen [Spieler, Trainer, Sportdirektor, d. Red.] hat. Das ist ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor, dass sich die beiden bedingungslos vertrauen. Und das strahlt ab. Wenn man es sich hätte wünschen können, hätte man gesagt: So sollte man es machen.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=M0x4V29BbnhlamJtRFduWWVhUEhnZDdpYVlnc1p0cFhLdFpINlQwNUhjST0=

Die FIFA WM 2026 komplett live bei MagentaTV (alle Infos zu Inhalten gibt’s auch hier: www.magenta.tv)

Quelle: MagentaSport / Jörg Krause, thinXpool TV GmbH · SPPOriginalmeldung ↗
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