RingenPressemitteilung

Tobias Koch Deutscher Meister im Canopy Piloting – Harter Kampf zwischen Koch und Christian Schaefer

Tobias Koch Deutscher Meister im Canopy Piloting – Harter Kampf zwischen Koch und Christian Schaefer
· © DFV / Norman Lüttgerding

Der deutsche Fallschirmspringer-Verband (DFV) hat am Wochenende die Deutschen Meister im Canopy Piloting ermittelt. Tobias Koch aus Bochum sicherte sich nach einem hochspannenden Wettkampf die Gesamtwertung mit 842,339 Punkten. Nach neun Wertungssprüngen hatte Koch genau 36,657 Punkte mehr auf dem Konto als der Zweitplatzierte Christian Schaefer (805,682 Punkte) aus Garmisch-Partenkirchen. Rang drei belegte Dirk Höhne aus Hamburg mit 678,141 Punkten. Kai Bunkus, der aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, wird voraussichtlich als einziger Teilnehmer den Deutschen Fallschirmsportverband vom 17. bis 25. September in Pretoria/Südafrika, vertreten, wo die Weltmeisterschaften im Canopy Piloting und Canopy Piloting Freestyle stattfinden.

Die Deutschen Meisterschaften im Canopy Piloting fanden wie im Vorjahr im Rahmen des renommierten internationalen Wettbewerbs „Pink Open“ in Klatowy/Tschechien statt. Insgesamt nahmen dort 60 Springer*innen aus 27 Nationen teil. Neben Deutschland nutzten weitere Nationen den Wettkampf zur Durchführung ihrer nationalen Meisterschaften.

Canopy Piloting – auf Deutsch Kappenfliegen - wird in drei Disziplinen, Accuracy (Genauigkeit), Speed (Geschwindigkeit) und Distance (Weite), mit jeweils 3 Sprüngen mit speziellen Schirmen und Ausrüstung ausgetragen. Bei Accuracy soll der Springer nach dem Wasserkontakt möglichst zielgenau und im Stehen landen, bei Speed soll ein Parcours schnellstmöglich durchflogen werden, bei Drag Distance nach Wasserkontakt die größte Weite erreicht werden.

Im Accuracy werden maximal 100 Punkte vergeben, im Speed werden die Zeiten in Tausendstel gemessen und liegen knapp über zwei Sekunden, bei Distance werden Entfernungen bis gut 180 Meter erreicht. In allen drei Teildisziplinen werden Deutsche Meister gekürt. Der begehrteste Deutsche Meistertitel ist jedoch die Gesamtwertung (overall), die sich als Kombinationswertung aus allen neun Wertungssprüngen ergibt.

Ihre Premiere feierte die Disziplin Canopy Piloting Freestyle, in der in drei Sprüngen während des Wasserkontakts jeweils zwei besondere Freestyle Manöver mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad präsentiert werden sollen.

Mit Vorjahresmeister Kai Bunkus sowie Max Kossidowski und Max Manow nahmen drei der Top-Athleten des DFV und des DAeC in diesem Jahr nicht an den Titelkämpfen teil. Es wird spekuliert, das Max Manow und Max Kossidowski ihre Karriere beenden wollen und Ende des Jahres aus dem Kader ausscheiden. Kai Bunkus konnte aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen.

Am ersten Wettkampftag wurde die Disziplin Speed abgeschlossen, die Chris Schaefer mit nur 1,4 Punkten vor Tobi Koch gewann. Dirk Höhne belegte einen guten dritten Platz.

In der Disziplin Zone Accuracy setzte sich Koch ebenfalls durch. Schaefer wurde mit 70 Punkten dahinter nur Dritter. Lars Brohse aus Calw belegte im Endklassement überraschend Rang zwei.

In der Disziplin Distance sicherte sich Schaefer am dritten Wettkampftag den Sieg. Seine 30 Punkte Vorsprung vor Koch reichten jedoch nicht für den Gesamtsieg, in dem alle drei Disziplinen zusammen gewertet werden. Guter Dritter wurde auch in dieser Disziplin Dirk Höhne.

Im erstmals durchgeführten Freestyle Wettbewerb sicherte sich Tobias Koch den Titel vor Felix Mauell und Dirk Höhne

Die Gesamtwertung, in die die Punkte aller drei Disziplinen einfließen, gewann Tobi Koch vor Chris Schaefer und dem wohlverdienten Dritten, Dirk Höhne.

In seinem zweiten Wettkampf überzeugte das Nachwuchstalent vom Verein für Fallschirmsportverein Marl e.V., Felix Mauell, mit bemerkenswerter Konstanz und sicherte sich den vierten Platz.

Deutsche Meisterschaft CP 2024 - Gesamtwertung (Speed/Accuracy/Distance)

Im internationalen Feld der „Pink Open“ belegte Tobias Koch Rang 15 in der Gesamtwertung. Christian Schaefer landete im Endklassement auf dem 17. Platz. „In einem international hochklassigen Starterfeld waren das gute Leistungen“, bilanzierte Sportdirektor Ralph Schusser. „Unsere Athleten haben das Beste aus sich herausgeholt. Besonders stolz bin ich auf die Leistungen unseres Nachwuchsathleten Felix Mauell.“

Quelle: Deutscher Fallschirmsportverband e.V. (DFV) · SPPOriginalmeldung ↗
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