MotorsportPressemitteilung

Preining nicht zu stoppen: Österreicher triumphiert erstmals in Oschersleben

Thomas Preining gewann zum ersten Mal ein DTM-Rennen in Oschersleben
Thomas Preining gewann zum ersten Mal ein DTM-Rennen in Oschersleben · © ADAC Motorsport

Porsche-Pilot mit souveränem Start-Ziel-Sieg auf dem Bördekurs - Luca Engstler feiert als Zweiter ersten Podiumsplatz in dieser Saison - Maro Engel übernimmt nach Rang drei erneut die Tabellenführung

Oschersleben. Samstag einen bisher dominanten Auftritt mit seinem ersten DTM-Sieg auf dem Bördekurs. Preining gab in seinem Porsche 911 GT3 R im neunten Meisterschaftslauf von der ersten Runde an den Ton an und behauptete seine Führung souverän bis ins Ziel. „Wir wollen um den Titel kämpfen, daher war dieser Sieg super wichtig für uns. Unsere Strategie ist voll aufgegangen. Denn das richtige Timing für den Boxenstopp ist in Oschersleben entscheidend, weil man auf dieser engen Strecke schnell in den Überrundungsverkehr gerät. In der Schlussphase ist Luca Engstler immer dichter an mich herangekommen, da war höchste Konzentration gefragt“, sagte der Österreicher nach seinem insgesamt neunten DTM-Erfolg. Mit einem Rückstand von 1,601 Sekunden belegte Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) Rang zwei. Damit stand der Lamborghini-Pilot in dieser Saison erstmals auf dem Treppchen. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) wurde Dritter und übernahm damit die Tabellenführung in der DTM.

Preining kontrollierte als Pole-Setter von Beginn an das Geschehen auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs bei Magdeburg. Hinter dem Porsche-Werksfahrer konnte sich Engel nach einem starken Start an Engstler vorbeischieben und übernahm Platz zwei. Auf den Rängen vier und fünf folgten Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) und Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport). Der McLaren-Pilot schied jedoch kurze Zeit später nach einer Kollision aus. Seine Position übernahm Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) im Lamborghini Temerario GT3.

Bis zu seinem Pflicht-Boxenstopp im 21. Umlauf hatte Preining einen Vorsprung von rund zwei Sekunden herausgefahren und ging nach einem fehlerlosen Reifenwechsel wieder als Führender auf die Strecke. Engel stoppte zur gleichen Zeit, verlor an der Box allerdings wertvolle Sekunden. Das nutzte Engstler aus, der sich eine Runde zuvor neue Pirelli-Slicks geholt hatte: Der 26-Jährige überholte den Mercedes-AMG-Piloten mit seinen bereits angewärmten Reifen. Danach machte der Kemptener etwas Boden auf den führenden Preining gut, konnte den Spitzenreiter jedoch nicht gefährden. Auch Bortolotti schloss im letzten Renndrittel zu dem vor ihm auf Platz vier liegenden Auer auf, kam jedoch nicht in Schlagdistanz, um eine entscheidende Attacke zu starten. Nach 40 Runden wurde Preining als Sieger abgewunken und ist damit der dritte DTM-Fahrer, der in dieser Saison bereits zwei Läufe gewinnen konnte. Hinter Engstler und Engel folgten Auer und Bortolotti auf den Rängen vier und fünf.

Eine starke Aufholjagd gelang Arjun Maini (HRT Ford Racing). Der Inder verbesserte sich um sechs Positionen und wurde im Ford Mustang GT3 Sechster. Kelvin van der Linde (ZA) machte im BMW M4 GT3 Evo sogar acht Plätze gut und belegte beim Heimspiel seines Teams Schubert Motorsport Rang sieben. Der in dieser Saison oft glücklose Timo Glock (Kreuzlingen/Dörr Motorsport) meldete sich im McLaren 720S GT3 Evo mit Platz acht in den Top Ten zurück. Bester Ferrari-Fahrer war Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) als Neunter. Ricardo Feller (CH) steuerte den zweiten Porsche 911 GT3 R von Manthey auf Platz zehn.

Luca Engstler: „Wir hatten einen schwierigen Saisonstart, was im ersten Jahr mit einem völlig neuen Fahrzeug auch zu erwarten war. Als Team haben wir Rennen für Rennen einen Schritt nach vorne gemacht und endlich gezeigt, dass wir ganz vorne mitfahren können. Ich kenne Oschersleben seit meiner Kindheit, habe hier die Rennen meines Vaters verfolgt, meinen ersten DTM-Sieg geholt und dadurch eine besondere Verbindung zur Strecke.“

Maro Engel: „Ein Podiumsplatz in der DTM ist immer ein super Ergebnis. Dazu sind wir nach einer bisher starken Saison zurück an der Tabellenspitze. Aber natürlich ärgert es mich, dass wir den zweiten Platz nicht ins Ziel gebracht haben. Fehler wie beim Boxenstopp können allerdings passieren. Für uns geht es darum, solche Dinge abzustellen und am Sonntag wieder anzugreifen.“

Quelle: ADAC DTM · SPPOriginalmeldung ↗
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