FußballPressemitteilung

„Klar war es ernüchternd“: Aber keine Panik beim „Breakfast Club“ nach Pleite gegen Ecuador – „ein bisschen unterspannt kamen sie daher“

Nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador diskutiert auch der „Breakfast Club“
Nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador diskutiert auch der „Breakfast Club“ · © MagentaSport

Nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador diskutiert auch der „Breakfast Club“: Grund zur Sorge vor dem Sechzehntelfinale am Montagabend in Foxborough? Wenn es nach MagentaTV-Experte Micky Beisenherz geht, eher nicht: „Ich halte das Spiel von gestern noch nicht für so relevant, dass man sagen kann, dass jetzt alles den Bach runtergeht. Wir sind nicht so gut, wie wir uns vorher selbst gesehen haben. Wir sind nicht so schlecht, wie wir jetzt gemacht werden. Aber man hat schon gesehen, dass die Mannschaft, wenn es ernst wird, nicht so sehr den Schalter umlegen kann.“ Auch die Verletzung von Nico Schlotterbeck sieht Beisenherz im Zusammenspiel mit dem bereits sicheren Gruppensieg als einen der Faktoren für die Niederlage: „Die gehen aufs Feld und da will sich instinktiv keiner verletzen. Schlotterbeck ist schon verletzt. Der ist bei der Mannschaft. Die sehen ihn mit dem Schuh. Ich glaube schon, dass es ein bisschen im System hängt, dass du fühlst, dass du nicht so in den Zweikampf reingehst, ein paar Meter weniger läufst. Wenn du das alles so kumuliert hast, hast du eben diesen Auftritt.“ „Besorgniserregend“ findet es Micky Beisenherz, „dass wir so wenig nachlegen konnten. Die Wechsel waren wirklich seltsam.“

MagentaTV-Experte Tobias Schweinsteiger zieht den Vergleich zu den Engländern, die mit einem fulminanten 4:2 gegen Kroatien ins Turnier starteten, sich gegen Ghana aber dann mit einem torlosen Remis begnügen mussten: „Ich habe das England-Spiel gemacht. Das war wirklich ein lausiges, langweiliges 0:0. Die hätten das Spiel am Schluss gewinnen können. Lattenkopfball, Harry Kane schießt den Ball drüber. Nach dem ersten Spiel gegen Kroatien dachte jeder: Dieses Jahr ist es wieder soweit: Nach ’66 holen sie das Ding wieder! Jetzt ist da auch wieder alles in Schutt und Asche gelegt und Tuchel kann gar nichts.“ Deshalb mahnt Schweinsteiger: „Die Gruppenphase gilt es einfach nur zu überstehen. Danach sind K.o.-Spiele. Dann kannst du fair bewerten.“

Nachfolgend Clips und Stimmen des „Breakfast Club“ vom Freitagmorgen, mit Laura Hofmann, Micky Beisenherz, Tobias Schweinsteiger, Tabea Kemme und Robby Hunke. Bei Verwendung bitte MagentaTV als Quelle angeben. Weiter geht’s ab 19.30 Uhr mit den Vorberichten zum Kracher zwischen Norwegen und Frankreich – auch mit Auswirkungen auf Deutschlands möglichen Achtelfinalgegner. Alle WM-Spiele gibt es nur bei MagentaTV live, 44 davon exklusiv.

Beisenherz beschwichtigt nach Niederlage gegen Ecuador: „Nicht so gut, wie wir uns vorher selbst gesehen haben, nicht so schlecht, wie wir gemacht werden“

Micky Beisenherz, MagentaTV-Experte, darüber, ob man sich nach dem Auftritt gegen Ecuador Sorgen um Deutschland machen muss: „So weit würde ich noch nicht gehen. Ich halte das Spiel von gestern noch nicht für so relevant, dass man sagen kann, dass jetzt alles den Bach runtergeht. Wir sind nicht so gut, wie wir uns vorher selbst gesehen haben. Wir sind nicht so schlecht, wie wir jetzt gemacht werden. Aber man hat schon gesehen, dass die Mannschaft, wenn es ernst wird, nicht so sehr den Schalter umlegen kann. Auch diejenigen, die von der Bank gekommen sind, konnten nicht entsprechend dafür sorgen, dass wir uns wie nach der Elfenbeinküste wieder alle in den Armen liegen und sagen: Jetzt geht’s weiter! Es war ein seltsames Spiel aber eins, was gar nicht so ungewöhnlich ist. Nagelsmann hat es weit von sich gewiesen, dass die Mannschaft in irgendeiner Weise nicht gewinnen wollte. Ich gehe auch nicht davon aus, dass sie rausgehen und sagen: Das ist uns wurscht. Aber im System hatten sie es schon, dass sie schon zwei Spiele gewonnen haben und Gruppensieger sind. Ein bisschen unterspannt kamen sie daher. Und dann haben sie gemerkt: Huch, jetzt wird’s langsam brenzlig. Dementsprechend haben sie völlig zurecht verloren. Klar war es ernüchternd! Was soll man da sagen?“

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Micky Beisenherz über die deutschen Wechsel: „Ich finde es trotzdem besorgniserregend, dass wir so wenig nachlegen konnten. Die Wechsel waren wirklich seltsam. Die waren so wie bei einem Abschiedsspiel, wo man sagt: Heute darf nochmal jeder. Thiaw darf nochmal ran, Beier darf nochmal ran, Groß. Die Wechsel alleine legen nicht zwingend den Schluss nahe, dass Julian Nagelsmann dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Das habe ich alles nicht so ganz verstanden. Das ist auch interessant zu sehen, dass Nagelsmann immer noch nicht ganz aus der Testphase rausgefunden hat, was am Ende einer Vorrunde ein bisschen spät für meinen Geschmack ist. Das ist alles irgendwie seltsam. Trotzdem wehre ich mich dagegen, so zu tun als wäre das schon der Beleg dafür, dass wir in diesem Turnier nichts verloren haben. Die gehen aufs Feld und da will sich instinktiv keiner verletzen. Schlotterbeck ist schon verletzt. Der ist bei der Mannschaft. Die sehen ihn mit dem Schuh. Ich glaube schon, dass es ein bisschen im System hängt, dass du fühlst, dass du nicht so in den Zweikampf reingehst, ein paar Meter weniger läufst. Wenn du das alles so kumuliert hast, hast du eben diesen Auftritt.“

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Tobias Schweinsteiger, MagentaTV-Experte, zu Julian Nagelsmanns Wechseln: „Was heißt zu viel Unruhe? 2014 gab es fünf oder sechs Spieler, die keine Minute gespielt haben. Trotzdem war es gut fürs Klima. Und die Jungs sind immer noch happy, dass die damals dabei waren. Es geht um die Rolle. Ich glaube schon, so ein Waldemar Anton – klar ist das schön für Malick Thiaw, als er reinkam jetzt schon merkt: Schlotti ist verletzt, dann kommt Rüdiger. Jetzt kommt Thiaw vor mir. Das musst du schon sehr, sehr gut kommunizieren. Wir erinnern uns an die Kommunikation, wie sie vorher lief. Man hat an den Wechseln gesehen: Ecuador musste, wir konnten. In den Wechseln hat man gesehen: Die haben auch gewechselt, weil sie das Spiel gewinnen wollen. Wir haben nicht so gewechselt, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen. Das merken die Spieler auch. Dann läuft es nicht so. Ecuador hat auf unseren Matchplan immer die Antwort gehabt. Wir haben den Matchplan nicht verändert. Sie haben sich im ganzen Spiel wohlgefühlt. Sie haben gemerkt: Okay, die Deutschen verändern nichts. Die wechseln zwar nur Positionen – aber für Ecuador war es: Okay, die spielen genau das Gleiche. Die spielen die Pässe da rein. Wir gehen da drauf, wir schalten um. Die haben sich die ganze Zeit wohlgefühlt und wir sind von Minute zu Minute unrunder gewesen. Dass du das Spiel dann verlierst, ist auf dem Niveau schon ein bisschen absehbar.“

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Tobias Schweinsteiger: „Bring‘ Kimmich vielleicht ins Mittelfeld, weil du gemerkt hast: Nmecha und Pavlovic haben keine Lösungen gefunden, die weg vom Matchplan gehen. Kimmich wäre der einzige Spieler, der im Kader ist, der eine Lösung weg vom Matchplan findet, um den Druck aus dem Mittelfeld zu nehmen mit der Erfahrung, die er hat. Wir haben das nicht geschafft. Wir haben nach 15 Minuten dieselben Fehlpässe gespielt wie nach 75 oder 80 Minuten, weil du das Spiel nicht verändert hast.“

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Micky Beisenherz über Florian Wirtz: „Was ich in diesem Blick gesehen habe, das hat mich mehr erschüttert als was ich auf dem Feld gesehen habe, als ich dachte: Ja, und? Das ist ein Gegentor, das ist nicht schön. Aber der saß völlig in sich zusammengebrochen.“

Tobias Schweinsteiger: „Ich glaube, das ist bei Flo Wirtz ein Mix aus der eigenen Leistung: aus dem, was man gespielt hat, aus dem, was er bisher in dem Turnier gespielt hat. Dann kriegst du so ein Gegentor. Ich glaube nicht, dass du in dem Moment denkst: Was prallt da auf uns nieder? Sondern du merkst: Hey, das war wirklich nicht gut gestern. Dann weißt du auch, du verlierst das Spiel. Das merken die Jungs schon. Ich glaube, die Kombination aus ‚nicht gut‘ und ‚Spiel verlieren‘ lässt dich sowas machen.“

MagentaTV-Expertin Tabea Kemme: „Bei uns Frauen war das beispielsweise so. Die Gruppenphasen waren bei uns immer so. Da wusstest du auch direkt wieder: Zweites Spiel – jetzt wissen wir wieder, was alles kommt.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=ZCtDc3dLZHlVa3hNc21nbWJuMzRZYlBoSUkxV3hNbjVteWR3SmxtVVJVQT0=

England? Schweinsteiger: „Jetzt wird auch wieder alles in Schutt und Asche gelegt und Tuchel kann gar nichts“

Micky Beisenherz, MagentaTV-Experte: „Wir können es einfach nicht, ohne dass wir uns Gegentore fangen. Das können die Norweger beispielsweise auch. Nur die haben vorne noch Haaland. Die schießen dann halt drei Tore.“

Tobias Schweinsteiger zu den vielen Gegentoren: „Die Tore, zwei kriegt der Verteidiger durch die Beine. Das ist für den Torwart immer eklig, eine Standardsituation und einmal dieser Geschwindigkeitsvorteil gegen Jo Kimmich. Das wissen die anderen Mannschaften. Die werden das weiterhin drauf anlegen. Da fehlt uns vorne manchmal die Inspiration. Wir können nicht immer hoffen, dass Deniz Undav reinkommt und einen Sahne-Tag hat. Die anderen müssen das auch hinkriegen: Wirtz fehlt die Form, Musiala fehlt die Form, Sané fehlt die Form. Serge Gnabry ist leider verletzt. Der wäre für uns super wichtig gewesen. Auch auf den Flügelpositionen haben wir nicht die Form. Kai Havertz ist ein Spieler, der immer ein Tor in großen Spielen machen kann, aber gefühlt nie zwei oder drei macht. Deniz Undav hat das Standing nicht. Wenn du dir die anderen Mannschaften anschaust, da sind die nicht nur im Nationalteam wirklich in Form, sondern: Die Franzosen, die Spanier, die Portugiesen vielleicht auch in der Offensive nicht so. Aber da macht auch Cristiano [Ronaldo, Anm.d.Red.] mal zwei. So Gruppenphasen, waren die irgendwann schon mal, dass wir gesagt haben: Wir sind nach drei Spielen dagesessen und gedacht: Alles super, alles rosig? Schau‘ mal die Engländer an: Das war wirklich ein lausiges, langweiliges 0:0. Die hätten das Spiel am Schluss gewinnen können. Lattenkopfball, Harry Kane schießt den Ball drüber. Nach dem ersten Spiel gegen Kroatien dachte jeder: Dieses Jahr ist es wieder soweit: Nach ’66 holen sie das Ding wieder! Jetzt ist da auch wieder alles in Schutt und Asche gelegt und Tuchel kann gar nichts. Die Gruppenphase gilt es einfach nur zu überstehen. Danach sind K.o.-Spiele. Dann kannst du fair bewerten. Wenn du ausscheidest, kannst du draufhauen. Wenn du weiterkommst, egal wie – 2014 gegen Algerien oder wie wir da weitergekommen sind, 2002, wie wir ins Finale gekommen sind. Das ist das Schöne daran: Der Deutsche bewertet eh nur nach dem Ergebnis.“

Link zu den Aussagen: clipro.tv/player?publishJobID=aThiR3NGblRXYVQyOVU3UUlCbmdVVmliL3hTMWtMQXVlcm8xZHhqRnh5MD0=

Für Außenseiter Curaçao ist das Turnier nach dem 0:2 gegen die Elfenbeinküste beendet. MagentaTV-Reporterin Kamila Benschop, deren Mann Charlison aus Curaçao kommt, hat sich bei den Fans umgehört, die stolz auf ihre erste WM sind – und sicher, dass man den Inselstaat bald auf der größten Fußballbühne wiedersehen wird. Der Clip zum Beitrag: clipro.tv/player?publishJobID=cG02ekYwVytzemhJOWxxUk5QMytlZG9pblVXclJoNTBodlBLRW5Jc0kzST0=

Heute Abend trifft Frankreich auf Norwegen! Ein Topspiel mit Superstars auf beiden Seiten: Kylian Mbappé, Weltfußballer Ousmane Dembélé, Bayerns Michael Olise und Désiré Doué gegen Erling Haaland, Alexander Sørloth und den Leipziger Antonio Nusa.

MagentaTV-Kommentator Robby Hunke freut sich bereits auf das Spiel: „Oh mein Gott, wird das ein schönes Spiel werden! Die Norweger sind mein Geheimfavorit. Rein von dem Potenzial, was da auf dem Feld steht, vielleicht mit das beste Spiel, was wir bei dieser WM gesehen haben oder sehen werden.“

Tobias Schweinsteiger, MagentaTV-Experte, über das Spiel zwischen Frankreich und Norwegen: „Was offensiv auf dem Feld steht, bei Norwegen Sørloth, Nusa, Ødegaard. Bei Frankreich, hinter Mbappé, Doué, Dembélé, Barcola, Cherki. Die haben wirklich Potenzial ohne Ende. Das wird cool! Ich liebe das an dieser WM, dass die Topstars treffen: Messi, Haaland, Mbappé – Cristiano ist aufgewacht, ‚is back!‘ Deniz Undav ist dabei.“

Die FIFA WM 2026 komplett live bei MagentaTV (alle Infos zu Inhalten gibt’s auch hier: www.magenta.tv)

EXKLUSIV ab 20.40 Uhr: Konferenz der Gruppe I und Einzelspiele ab 20.50 Uhr: Norwegen – Frankreich, Senegal – Irak

Einzelspiele ab 01.50 Uhr: Uruguay – Spanien (EXKLUSIV), Kap Verde – Saudi-Arabien

EXKLUSIVE Einzelspiele ab 04.50 Uhr: Neuseeland – Belgien, Ägypten – Iran

Einzelspiele ab 22.50 Uhr: Panama – England (EXKLUSIV), Kroatien – Ghana

Einzelspiele ab 01.20 Uhr: Kolumbien – Portugal, DR Kongo – Usbekistan (EXKLUSIV)

Einzelspiele ab 03.50 Uhr: Jordanien – Argentinien (EXKLUSIV), Algerien – Österreich

Quelle: MagentaSport / Jörg Krause, thinXpool TV GmbH · SPPOriginalmeldung ↗
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