MotorsportPressemitteilung

Furioses Rennfinale: Eiskalter Aitken gewinnt DTM-Krimi

Furioses Rennfinale: Eiskalter Aitken gewinnt DTM-Krimi
· © ADAC Motorsport

Klettwitz. Er wartete geduldig bis kurz vor Schluss, dann schlug Jack Aitken eiskalt zu: Der Brite überholte in einem Ferrari im vorletzten Umlauf BMW-Pilot René Rast und sicherte sich in einem turbulenten DTM-Sonntagsrennen auf dem Dekra Lausitzring den Last-Minute-Sieg. „Was für ein Rennen! In den letzten Runden bin ich immer dichter an René Rast herangekommen und konnte richtig Druck machen. Ich habe aber nicht damit gerechnet, dass ich so kurz vor Schluss noch die Chance bekomme, ihn zu überholen. Wir wollen diese Saison um den Titel kämpfen, dafür brauchen wir regelmäßige Top-Ergebnisse“, freute sich der 29-Jährige. In einem Fotofinish beendete Rast den vierten DTM-Saisonlauf auf Platz zwei – nur 0,045 Sekunden später überquerte Jules Gounon (F) im Mercedes-AMG als Dritter die Ziellinie.

Der Sonntagslauf auf dem Lausitzring begeisterte die Zuschauer von Beginn an mit harten Rad-an-Rad-Duellen und zahlreichen Überholmanövern. Während Pole-Setter Aitken und BMW-Pilot Marco Wittmann (Fürth) ihre Spitzenpositionen behaupteten, konnte sich Rast vom achten auf den dritten Rang vorarbeiten. Dahinter folgten Maro Engel (Monaco) im Mercedes-AMG GT3 und Thierry Vermeulen (NL) im zweiten Ferrari von Emil Frey Racing auf den Plätzen vier und fünf.

Nachdem Wittmann mit Bremsproblemen zurückgefallen war, bauten Aitken und Rast ihren Vorsprung auf bis zu acht Sekunden aus. Durch eine bessere Boxenstrategie beim ersten von zwei Pflichtstopps übernahm Rast die Führung und lag auch nach dem zweiten Stopp mit einem soliden Vorsprung von vier Sekunden auf Siegkurs. Doch Aitken gab nicht auf und rückte kurz vor Schluss immer dichter heran. Im vorletzten Umlauf übernahm er nach einem spektakulären Manöver gegen Rast die Spitze und feierte nach 42 Runden seinen insgesamt fünften DTM-Erfolg. Hinter Rast sowie dem gegen Ende immer schneller werdenden Gounon sicherte sich Jordan Pepper (ZA) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 Rang vier, Engel wurde Fünfter.

Der aktuelle Meister Mirko Bortolotti (I) machte im Lamborghini von Abt Sportsline ein starkes Rennen und verbesserte sich nach einer fantastischen Aufholjagd vom 20. auf den sechsten Platz. Vermeulen steuerte seinen Ferrari auf Rang sieben, Wittmann wurde trotz technischer Probleme noch Achter. Tabellenführer Lucas Auer (A) belegte im Mercedes-AMG GT3 Position neun und verteidigte damit seine Führung im Gesamtklassement vor Gounon. Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock (Kreuzlingen) fuhr im McLaren 720S GT3 Evo als Zehnter erstmals in der laufenden Saison in die Punkteränge.

René Rast: „Zwei Runden vor Schluss den Sieg zu verlieren, ist natürlich ärgerlich. Am Ende hatte ich leider kaum noch Traktion und konnte nicht mehr so schnell aus den Kurven heraus beschleunigen. Wenn man von Position acht startet, ist der zweite Platz aber trotzdem ein starkes Ergebnis. Zusammen mit Rang drei am Samstag war es ein erfolgreiches Wochenende.“

Jules Gounon: „Das war ein wirklich verrücktes Rennen mit unglaublich vielen Zweikämpfen, toll für die Zuschauer. Zu Beginn hat mir leider der Speed gefehlt, zu dem Zeitpunkt hätte ich ein Podiumsplatz für unmöglich gehalten. Nach dem ersten Reifenwechsel lief es viel besser und am Ende haben nur wenige Zentimeter zum zweiten Platz gefehlt.“

3. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +1,725 Sekunden

4. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), +3,638 Sekunden

5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +7,308 Sekunden

Alle Ergebnisse vom Lausitzring gibt es unter dtm.com/de/ergebnisse.

Quelle: ADAC DTM · SPPOriginalmeldung ↗
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