FußballPressemitteilung

Fabian Hürzeler auf SPORT1: „Definieren uns über das Team und die Arbeit“

Nach dem eindrucksvollen 5:1-Sieg des FC St. Pauli im Topspiel des 9. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga auf SPORT1, hat Trainer Fabian Hürzeler sehr positive Worte für seine Mannschaft gefunden, ruft aber weiterhin Demut und Bescheidenheit aus. Nürnbergs Trainer Cristian Fiel hat sich indes über die Standardschwäche des Clubs geärgert und dem Gegner zu einem verdienten Sieg gratuliert.

... zum Spiel: „Bis auf den einen Spielaufbaufehler bin ich natürlich glücklich mit der Leistung. Wir haben wenig zugelassen, haben kompakt verteidigt und hatten die Umschaltmomente von Nürnberg gut im Griff. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Mich freut es auch, dass die Spieler, die reingekommen sind, dann nochmal ein Zeichen gesetzt haben und richtig Lust hatten Tore zu erzielen. Das spricht für die Homogenität im Team und dementsprechend bin ich zufrieden.“

... zu Keeper Nikola Vasilj: „Es ist das entscheidende, wie du auf diesen Fehler reagierst. Er schlägt den Ball dann nicht lang, sondern er bekommt den Ball in der nächsten Aktion wieder und ist dann wieder und wieder mutig. Das ist genau unser Spiel. Das dritte Tor spielen wir von hinten raus, wo er das Tor mit seinem Pass einleitet. Der Mehrwert des Torwarts, wenn er flach und kontrolliert hinten rausspielt ist so viel größer, als wenn du immer nur lange Bälle spielst.“

... Johannes Eggestein: „Er ist ein Prototyp für Professionalität und maximale Bereitschaft im Training. Er ist ein Teamplayer, der sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Er hat sich nie in den Vordergrund gestellt, sondern sein Ego immer hinten angestellt. Das ist in der Fußballwelt sehr selten. Er hat im Training immer Gas gegeben und Extraschichten gemacht. Irgendwann konnten wir nicht mehr weggucken, da er immer präsent war und sich immer gezeigt hat. Mich freut es, dass er sich auf dem Platz belohnt. Das eine ist das Training, das andere ist das Spiel. Er setzt die Spielidee sehr gut um, ist immer präsent und auch torgefährlich.“

... zu den Saisonzielen: „Ich hoffe, dass die Fans nicht nach der Bundesliga rufen, wenn sie es rufen, dann verbiete ich es ihnen. St. Pauli ist ein Arbeiterverein. Wir wollen Fußball arbeiten und werden auch weiterhin hart arbeiten, da wir wissen, dass wir als Spitzenreiter der Gejagte sind. Das heißt, dass wir noch mehr investieren müssen. Wir tun gut daran, weiterhin die Demut und Bescheidenheit an den Tag zu legen. Wir sind immer noch St. Pauli Wir definieren uns über das Team und die Arbeit. Wir wollen Woche für Woche weitermachen und nicht abheben.“

... zu seinen gelben Karten (vor dem Spiel): „Es kommt immer auf das Spiel an, aber ich habe mir natürlich vorgenommen ruhiger zu sein, da drei gelbe Karten nach so wenig Spieltagen deutlich zu viel sind. Da muss ich mich definitiv bessern.“

... zum Spiel: „Es fühlt sich mega an, ich kann es noch gar nicht so richtig beschreiben. Vier Siege aus vier Spielen, das ist einfach überragend. Es nun mit einem 5:1-Sieg zu beenden, fühlt sich richtig gut an.“

... zu seinen Treffern: „Vier Siege und dazu noch drei Tore dazu beisteuern zu können, damit kann ich erstmal zufrieden sein. Die Pause haben wir uns verdient und wir brauchen sie auch, um gut zu regenerieren. Dann können wir mit Schwung und Energie aus der Pause rauskommen, aber wir genießen jetzt erst einmal die vier Siege und ich persönlich natürlich auch meine Tore.“

... zu Trainer Fabian Hürzeler: „Er hat einen richtig guten Plan, den er uns in kurzer Zeit übermittelt hat. Er bindet jeden Spieler mit ein, sodass auch jeder weiß, was er zu tun hat. Das zeichnet uns auch aus. Egal wer reinkommt, jeder performt gut. Er hat es geschafft, dass er alle im Boot hält und gleichzeitig auch eine Taktik implementiert, die richtig gut funktioniert.“

... zum Spiel: „Es fühlt sich sehr gut an. Wir haben heute wieder verdient gewonnen und ein gutes Spiel gemacht. Gerade in der zweiten Halbzeit sind wir sehr dominant aufgetreten, so wie wir es uns eigentlich in der ersten Halbzeit vorgenommen haben. Da waren wir nicht so dominant, aber umso stärker war es in der zweiten Halbzeit.“

... zur guten Form: „Jeder weiß mittlerweile, dass wir gut drauf sind und die Qualität auf dem Platz haben. Wir können gut Fußball spielen und in den letzten vier Spielen funktioniert es auch vorne mit dem Tore schießen. Darüber sind wir überglücklich.“

... zum Erfolgsrezept: „Wir müssen weiter Gas geben und dürfen keinen Höhenflug bekommen, sondern müssen auf dem Boden bleiben. Harte Arbeit zahlt sich am Ende aus. Jeder gibt Woche für Woche gibt im Training Gas und versucht dann auch am Wochenende 100 Prozent zu geben.“

... zu Johannes Eggestein: „Ich gönne es ihm, da er sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und immer für uns gearbeitet hat. Er hat zu Beginn nicht viel gespielt, war aber immer positiv. Er hat die Mannschaft unterstützt, daher freut es mich umso mehr.“

... zu seiner Vertragssituation: „Ich kann sagen, dass ich mich hier sehr wohl fühle. Alles andere werden wir sehen.“

... zum Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub (vor dem Spiel): „Es wird immer etwas Besonderes bleiben, wenn man auf seinen alten Verein trifft, aber es ist auch schon lange her. Ich bin seit 2019 bei St. Pauli. Ich habe schöne Erinnerungen an Nürnberg von daher ist es ein Spiel, auf das man sich freut, da man viele bekannte Gesichter wiedertrifft, aber es sind auch viele neue dabei.“

... zur Frage, ob er Trainer Fabian Hürzeler aufgrund seiner gelben Karten zurückhalten müsse (vor dem Spiel): „Da bin ich der Falsche, da ich mich da sehr gut reindenken kann und auch schon zwei gelbe Karten in dieser Saison habe. Emotionen gehören zum Fußball dazu, aber dennoch müssen wir beide uns immer mal wieder daran erinnern, dass ein bisschen weniger mehr ist. Er lebt dieses Spiel und so agiert er an der Linie.“

... zur Kabinenansprache nach dem Spiel: „Es sind Dinge, die nicht in die Öffentlichkeit gehören, aber wir machen das immer so, dass wir nach den Spielen zunächst reingehen. Ich sage kurz ein paar Worte zur Mannschaft, das war heute nicht anders.“

... zu den Gründen für die Niederlage: „Der Gegner hat heute verdient gewonnen und war die bessere Mannschaft. Wir konnten uns zu wenig entgegenstellen und daher war es verdient. Im Fußball gibt es immer eine Lösung, aber wir haben sie heute nicht gefunden.“

... zur Frage, weshalb die Nürnberger gegnerische Standards nicht in den Griff bekommen: „Es ist eine berechtigte Frage. Es ist Fakt, dass es zur Halbzeit Unentschieden steht. Das wir dann so leicht das zweite Tor kassieren, darf nicht passieren, passiert im Fußball aber immer wieder. Heute ist es uns passiert.“

... zur Startelfnominierung von Felix Lohkemper (vor dem Spiel): „Es ist eine Belohnung für die letzten Wochen. Natürlich freue ich mich, dass er in der letzten Woche treffen konnte. Das gibt immer Auftrieb und ich hoffe, dass er so weitermachen kann. Er gibt uns Tiefe und macht immer wieder Laufwege, die dem Gegner schmerzen können. Er ist unbequem zu bespielen.“

... zur Leistung des FC St. Pauli: „Sie haben am Ende ihre Chancen genutzt und es ist ein verdienter Sieg, weil sie einfach wunderbaren Fußball gespielt haben. Es war schöner und intensiver Fußball. Das, worauf wir uns vorher gefreut haben, haben wir gesehen. Nürnberg hat in der ersten Halbzeit eine gute halbe Stunde gespielt, das reicht aber nicht, um auf St. Pauli zu bestehen. Es passt bei St. Pauli sehr viel zusammen und es macht Spaß zuzuschauen.“

... zur Frage, ob St. Pauli aufsteigen könne: „Wenn du siehst, wie sie spielen und auf welchem Platz sie stehen, denkst du natürlich daran, was passieren kann. Auch wenn es noch ein früher Zeitpunkt in der Saison ist. Wichtig ist, wenn es zum Ende der Saison wirklich entscheidend wird. Dann müssen sie bereit sein und sie haben alle Grundlagen dafür, wirklich lange oben zu bleiben und es am Ende auch zu schaffen.“

... zur Nürnberger Entwicklung (vor dem Spiel): „Das Ziel muss eine sorgenfreie Saison sein. Der Grundstein dafür ist in den ersten Spielen gelegt worden, trotzdem ist die Tabelle eng und es kann immer sehr schnell gehen. Ich traue es ihnen zu, da sie die Qualität haben. Sie sind auf einem guten Weg und sind in der Defensive stabil.“

Quelle: SPORT1 Kommunikation Sport1 GmbH · SPPOriginalmeldung ↗
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