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Deutscher Fallschirmsportverband mit Gold und zweimal Bronze bei Weltcup und Europameisterschaft in Eloy, Arizona: Kai Bunkus Europameister im Canopy Piloting Freestyle

Deutscher Fallschirmsportverband mit Gold und zweimal Bronze bei Weltcup und Europameisterschaft in Eloy, Arizona: Kai Bunkus Europameister im Canopy Piloting Freestyle
· © DFV / Bunkus

Bunkus mit EM-Gold und Weltcup-Bronze im Canopy Piloting Freestyle sowie EM-Bronze in Accurcy im Canopy Piloting - Top-Platzierungen in den weiteren Disziplinen - DFV-Sportdirektor Ralph Schusser stolz auf Bunkus: „Allen Widrigkeiten zum Trotz Bestleistungen abgerufen“

Nächste internationale Medaillen für einen Sportler des Deutschen Fallschirmsportverbandes (DFV) und des DAeC: Beim Weltcup und den Europameisterschaften im Canopy Piloting Freestyle sicherte sich Kai Bunkus (Berlin) am Abschlusstag der Wettkämpfe in Eloy, Arizona den Titel bei der erstmals ausgetragenen EM.

Der Berliner sicherte sich in allen drei Wertungssprüngen die beste Punktzahl und holte Gold mit 300.000 Punkten deutlich vor dem Italiener Armando Fattoruso (196.749 Punkte) und dem Briten Martin Reynolds (118.003). Darüber hinaus gewann der 29 Jahre alte Bunkus ebenfalls im Canopy Piloting Freestyle Weltcup-Bronze (227.801 Punkte) hinter den beiden US-Amerikanern Curt Bartholomew (283.725) und Justin Price (252.617) sowie eine weitere Bronzemedaille in der Weltcup-Wertung Accuracy.

Dabei hatte die Wettkampfwoche in den USA für Bunkus alles andere als optimal begonnen. Nicht nur, dass der Berliner als einziger deutscher Fallschirmspringer in einem starken Teilnehmerfeld mit 57 Athleten aus 19 Ländern die Hoffnungen des deutschen Verbandes allein schultern musste. Weil sein Hinflug in die USA mehrmals umgebucht wurde und er erst nach 28-stündiger Anreise den Wettbewerbsort in der Wüste Arizonas erreichte, konnte Bunkus im Vorfeld keinen einzigen Trainingssprung absolvieren.

Umso zufriedener zeigte sich Ralph Schusser, Sportdirektor des Deutschen Fallschirmsportverbandes, mit dem Ausgang der Wettkämpfe: „Das war eine herausragende Leistung von Kai Bunkus, der nicht nur allein die deutschen Erwartungen schultern, sondern ohne Trainingssprünge in den Wettkampf starten musste“, sagte Schusser: „Ich bin sehr stolz auf Kai, der allen Widrigkeiten zum Trotz Bestleistungen abrufen und in der technisch sehr anspruchsvollen Disziplin Canopy Piloting Freestyle überzeugen konnte.“

Auch in den weiteren Disziplinen glänzte der Berliner mit Top-Platzierungen. Zum Auftakt belegte er in der Disziplin Speed einen beachtlichen 13. Platz im Weltcup sowie unter 27 Teilnehmern Rang 8 in der Europawertung. Hinzu kommen Platz 9 in der Disziplin Accuracy, Rang 15 in der Distance-Wertung und – bezogen auf alle drei Disziplinen – Rang 11 in der Gesamtwertung. Im Rahmen der Europameisterschaft belegte Bunkus die Ränge 5 und 8 in den Disziplinen Distance und Speed. In der Accuracy-Wertung verpasste er nur um wenige Punkte EM-Silber, gewann eine weitere Bronzemedaille und belegte in der Gesamtwertung den 5. Platz

Canopy Piloting – auf deutsch Kappenfliegen - wird in drei Disziplinen, Accuracy (Genauigkeit), Speed (Geschwindigkeit) und Distance (Weite) mit jeweils drei Sprüngen mit speziellen Schirmen und Ausrüstung ausgetragen. Bei Accuracy soll der Springer nach dem Wasserkontakt möglichst zielgenau und im Stehen landen, bei Speed soll ein Parcours schnellstmöglich durchflogen werden, bei Drag Distance soll nach Wasserkontakt die größte Weite erreicht werden. Im Accuracy werden maximal 100 Punkte vergeben, Im Speed werden die Zeiten in Tausendstel gemessen und liegen knapp über zwei Sekunden, bei Distance werden Entfernungen bis gut 180 Meter erreicht.

Quelle: Deutscher Fallschirmsportverband e.V. (DFV) · SPPOriginalmeldung ↗
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