Holzer will Saisonziel Titel am liebsten korrigieren: „Wir tun alle mal gut daran, dass wir in Mannheim ein bisschen demütig sind“
Korbinian Holzer ist ein gestandener Profi, aber selbst für einen 35jährigen mit über 400 Profi-Spielen allein in der NHL und DEL ist die Situation bei den Adler Mannheim „schwierig“ und „frustrierend“. Als Titelkandidat mit einem Top-Kader, die sportliche Leitung verschlissen, in der Champions League „verkackt“ (Zitat Holzer) und in der DEL schwacher Zehnter. „Wir tun alle mal gut daran, dass wir in Mannheim ein bisschen demütig sind und den Prozess sehen. Komplette Organisation inklusive Fans und Spielern. Eine Meisterschaft gewinnt man nicht von heute auf morgen“, sagt Korbinian Holzer in „Die Eishockey-Show“, die bei MagentaSport alle 14 Tage montags neben die Themen des Live-Spielbetriebs und in der DEL aufarbeitet. Über den neuen Trainer Dallas Eakins, der nach 2 Niederlagen merkt, wie schwierig sein Job in Mannheim wird: „Er ist auch knallhart, wenn man ein bisschen ausfährt. Als Mensch überragend, als Trainer sehr detailverliebt.“
Nachfolgend die wichtigsten Stimmen aus der „Eishockey-Show“ – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Weiter geht es am Donnerstag mit den Kölner Haien gegen den ERC Ingolstadt – live ab 19.15 Uhr bei MagentaSport. Die Eisbären sind als Erster am Freitag beim Zweiten Bremerhaven gefordert, am Sonntag kommt Titelverteidiger München.
Ein gewohnt „kerzengerader“ Mannheims Korbinian Holzer war zu Gast in der Eishockey-Show mit Sascha Bandermann, Basti Schwele und Rick Goldmann (MagentaSport, alle 14 Tage montags). Der Sechzig-Fan ist derzeit schwer geplagt – für seine Löwen läuft es nicht und seine Adler selbst nach einem Radikalkurs in der sportlichen Leitung ebenso wenig. Holzer kennt den Trainer Dallas Eakins gut und würde am liebsten das Saisonziel Meisterschaft korrigieren.
Korbinian Holzer und die Frage, wer ist schuld am bislang schwachen Saisonverlauf und Trainer Entlassung? „Im Großen und Ganzen ist es für eine Mannschaft immer schwierig, wenn der Trainer entlassen wird. Da bist du dann automatisch für verantwortlich. Wir sind die Leute, die auf dem Eis stehen. Wir haben es leider nicht konstant genug geschafft… Kein Mensch auf dieser Welt wünscht einem anderen, dass er den Job verliert.“
Zum 10. Platz nach 24 Spieltagen: „Für uns ist das natürlich auch frustrierend, dass wir da abgerutscht sind in der Tabelle. Auf der anderen Seite ist die Liga in diesem Jahr auch sehr eng und ausgeglichen. Da bist du relativ schnell wieder ganz weit oben… Wir müssen wieder schauen, dass wir die Siege bekommen, die Punkte sammeln und Selbstvertrauen in unser Spiel bekommen… Klar, der Anspruch ist ein anderer, aber wir sind Anfang Dezember und da hat noch keiner eine Meisterschaft gewonnen. Wir wissen auch, dass die Stunde geschlagen hat.“
Ziel Meisterschaft bleibt trotz Platz 10 bestehen? „Es ist eine schwierige Situation. Wir wissen alle, was der Ernst der Lage ist… Wir wissen, dass wir auch das ein oder andere schon verkackt haben mit der Champions League, wo ich uns in einer sehr, sehr guten Rolle gesehen habe. Das haben wir dann weggeschmissen… Wir tun alle mal gut daran, dass wir in Mannheim ein bisschen demütig sind und den Prozess sehen. Komplette Organisation inklusive Fans und Spielern. Eine Meisterschaft gewinnt man nicht von heute auf morgen.“
Über den neuen Trainer Dallas Eakins: „Ich kenne ihn schon seit 15 Jahren… Der Dallas ist in erster Linie ein überragender Mensch, der sich um dich als Person kümmert… Er ist ein „Players-Coach“, der eine gesunde Distanz als Head Coach hat und kein Kumpel-Trainer. Er setzt und lebt einen hohen Standard und erwartet diesen auch… Er ist aber auch knallhart, wenn man ein bisschen ausfährt. Als Mensch überragend, als Trainer sehr detailverliebt.“
Ab 19 Uhr in der Konferenz und im Einzelspiel: Nürnberg Ice Tigers – Adler Mannheim, Düsseldorfer EG – Schwenninger Wild Wings, Augsburger Panther – Straubing Tigers, Pinguins Bremerhaven – Eisbären Berlin, Iserlohn Roosters – Löwen Frankfurt, EHC Red Bull München – Grizzlys Wolfsburg




