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Daniel Thioune auf SPORT1: „Der Grund, warum wir nur um den vierten Platz kämpfen“

Daniel Thioune (Trainer Fortuna Düsseldorf) zieht nach 0:0 Fazit: „Enttäuschung wäre fehl am Platz." - Thioune erklärt torlosen Spielverlauf: „Lag daran, dass beide Mannschaften gut verteidigt haben"

Ismaning, 13. Mai 2023 – Der FC St. Pauli und die Fortuna Düsseldorf haben im direkten Duell die Chance verpasst, die Lücke auf den Hamburger SV und den Relegationsplatz wenigstens zeitweise auf einen Punkt zu verkürzen. Beide Trainer gaben sich nach dem 0:0 am Samstagabend auf SPORT1 dennoch zufrieden. Fortuna-Coach Thioune hat dennoch einen Unterschied zu den Aufstiegskandidaten festgestellt.

… zu seinem Gespräch mit Fortuna-Coach Thioune: „Wir haben beide gesagt, dass es eigentlich keinen Grund zur Enttäuschung gibt. Klar sind wir hier zuhause ins Spiel gegangen, um das Spiel zu gewinnen. Ich bin enttäuscht über das Ergebnis, aber über die Leistung nicht. Wenn man in der ersten Halbzeit gesehen hat, wie wir Fußball gespielt haben, kann ich nicht enttäuscht sein. Natürlich hat das Tor gefehlt, aber uns fehlte das Glück. Wir haben an die Latte geschossen, hatten ein paar gute Chancen. So viele Chancen kriegst du gegen Düsseldorf nicht. Wir sind punktgleich in das Spiel gegangen und als vierter. Daher war es ein Spiel auf Augenhöhe. In der ersten Halbzeit waren wir sehr gut, in der zweiten Halbzeit haben sie einfach Mann gegen Mann über den ganzen Platz gespielt, was sehr effektiv ist.“

… zur strittigen Handspielsituation: „Der Schiedsrichter hat mir plausibel erklärt, dass es kein Elfmeter ist. Wenn es die Regel ist, dass er erst ans Gesäß geht und dann an die Hand, ist es kein Elfmeter. Wenn man am Freitag Sandhausen sieht, wo es weniger Hand ist und abgepfiffen wird. Man kann über die Regel streiten, wenn man aber nach der Regel geht, ist es kein Elfmeter.“

… zum Druck auf seiner Mannschaft (vor dem Spiel): „Sie haben sich selbst erarbeitet, wo sie jetzt stehen. Wenn du aufsteigen willst und ein Topteam sein willst, gehört im Fußball auch der Kopf dazu. Wir müssen mental auf der Ebene sein, um in so einem Spiel zu bestehen. Ich bin überzeugt davon, dass sie da sehr stark sind, da sie in den letzten Wochen auch nach den zwei Niederlagen sich speziell mental stabil gezeigt haben.“

… zum Spiel: „Letztendlich geht es nicht um den Unterhaltungswert, ich will Spiele gewinnen. In der ersten Halbzeit hatten wir riesige Probleme, sind nicht hinten rausgekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir viel investiert, um das Spiel zu gewinnen. Wir haben das Visier geöffnet, aufgrund der beiden Halbzeiten war es vollkommen ausgeglichen. Das ist der Grund, warum wir nur um den vierten Platz kämpfen und nicht um den dritten. Auch, wenn man sich mehr ein offenes Visier gewünscht hätte, es lag daran, dass beide Mannschaften gut verteidigt haben.“

… ob er enttäuscht sei: „Enttäuscht ist das falsche Wort. Wir und Pauli spielen eine gute Runde. Man braucht eine sehr gute Runde, um Erster, Zweiter oder Dritter zu werden. Die vor uns sammeln unheimlich viele Punkte ein. Enttäuschung wäre fehl am Platze, da meine Mannschaft alles dafür getan hat, um nach einer nicht so guten ersten Halbzeit zurückzukommen. Das ist hier und gegen diesen Gegner schwer. Ich bin völlig fein mit meiner Mannschaft und fern davon, enttäuscht zu sein.“

… zum Spiel HSV gegen Regensburg: „In erster Linie geht es für mich darum, dass ich meinem Freund Joe Enochs gönne, die Liga zu halten. Der HSV hat eine Menge dafür getan, dass sie auf einem der ersten drei Plätzen stehen. Jetzt geht es für sie darum, das Spiel zu gewinnen und die Liga zu verlassen. Sollten sie es nicht tun, spielen wir noch ein paar Runden. Zwei sind noch zu gehen. Es geht nicht um Daumen drücken, sondern es gehen die zweieinhalb aus der Liga raus, die es auch verdient haben.“

… zum Unentschieden: „Das klar formulierte Ziel war, die letzte Chance wahrzunehmen und den dritten Platz anzugreifen. Mit dem 0:0 ist das nicht möglich, die Hamburger freuen sich. Jetzt konzentrieren wir uns auf den Kampf um die ersten zwei Plätze und den Relegationsplatz.“

… zum Spiel: „In der zweiten Halbzeit haben die Düsseldorfer mehr investiert und riskiert, haben offensiver gewechselt. Alles oder nichts war allerdings bei beiden Mannschaften nicht zu sehen. Gerade in der Endphase hatte ich das erwartet.“

… über die Ausgangslagen der Hamburger Klubs (vor dem Spiel): „Der HSV hat eine ganze Menge zu verlieren, St. Pauli kann eine ganze Menge gewinnen. Das ist ein ganz schöner Unterschied. Du hast eigentlich eine Druckphase, wenn der Druck negativ ist. Wenn ich kurz vorm Abstieg stehe, allerdings ganz andere Ziele hatte, ist es Druck. St. Pauli hat einen anderen Druck, der dich nach vorne treibt.“

Quelle: SPORT1 Kommunikation Sport1 GmbH · SPPOriginalmeldung ↗
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