MotorsportPressemitteilung

ADAC GT Masters / Jubel im Doppelpack: Debüt-Sieg für die Holzem-Zwillinge

Sieg nach langer Durststrecke: Sandro und Juliano Holzem jubelten überschwänglich über ihren Debüt-Erfolg
Sieg nach langer Durststrecke: Sandro und Juliano Holzem jubelten überschwänglich über ihren Debüt-Erfolg · © ADAC Motorsport

Schubert Motorsport-Piloten gewinnen erstmals im ADAC GT Masters - BMW-Doppelpodium durch Zimmermann/Fourie von FK Performance Motorsport - Haupt Racing Team-Duo Reis/Gjerdrum komplettieren im Ford das Podium

Die lange Wartezeit hat ein Ende: Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) haben am Dekra Lausitzring ihr erstes ADAC GT Masters-Rennen gewonnen. Die Zwillingsbrüder lagen im BMW M4 GT3 Evo am Ende 3,141 Sekunden vor ihren Markenkollegen Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport). Für das Traditionsteam Schubert Motorsport war es der 14. Sieg im ADAC GT Masters. Das Podium komplettierten Max Reis (19/Ramstein)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3. „Mir fällt ein sehr großer Stein vom Herzen. Wir haben oft gezeigt, dass wir im Stande sind zu gewinnen und waren auch oft nah dran, hatten aber immer wieder Pech. Vielen Dank an unser Team für die gute Strategie und das tolle Auto“, jubelte Sandro Holzem. Sein Zwillingsbruder strahlte ebenfalls: „Es ist wie ein Bann, der endlich gebrochen wurde. Wir sind sehr glücklich. Wir haben so lange auf diesen Sieg gewartet und die Performance war immer da. Endlich haben wir es geschafft. Ich habe in meinem Stint versucht, die Pace zu halten und keinen Fehler zu machen und bin sehr erleichtert, dass unsere Leistung nun endlich belohnt wurde.“

Der Dekra Lausitzring war zum Start des ersten Endurance-Rennens der Saison noch feucht nach einem Regenschauer, die Temperaturen waren mit 26 Grad Luft und 32 Grad Asphalt ebenfalls etwas abgekühlt. Sandro Holzem, der das Rennen von Startplatz eins aus in Angriff nahm, blieb unangefochten an der Spitze gefolgt von Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) im Ford und Zimmermann im BMW. Dahinter ging Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 an Colin Bönighausen (21/Isernhagen/Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R vorbei. Die erste Boxenstopp-Phase wirbelte das Feld etwas durcheinander. Während sich fast alle Teams für den längeren Stopp mit Reifenwechsel entschieden, blieben Schubert Motorsport und der Ford Mustang von Reis/Gjerdrum auf den älteren Pneus, was das Haupt Racing Team-Duo auf Platz zwei nach vorne spülte – unmittelbar vor Teamkollege Niklas Kalus (21/Duisburg/Haupt Racing Team), der den Ford von Blum übernommen hatte. Im Zweikampf touchierte Kalus die Wand und musste sein Auto schließlich abstellen. Von hinten näherte sich aber bereits Fourie im BMW und kämpfte nahezu seinen gesamten Stint gegen Gjerdrum um Rang zwei. „Wir haben diese starke Pace im Rennen nicht erwartet, beschweren uns aber natürlich nicht darüber. Das Auto war in guter Verfassung in diesen Bedingungen“, erklärte Fourie. „Wir waren wirklich schnell auf den neuen Reifen, aber die Luftverwirbelungen hinter dem Ford haben es knifflig gemacht, eine Überholmöglichkeit zu erhalten. Und fairerweise muss ich sagen, dass Emil auch sehr gut verteidigt hat.“

Nach der zweiten Boxenstopp-Phase blieben die späteren Sieger an der Spitze, bekamen mit kalten Reifen allerdings zunächst Druck von Zimmermann. Dahinter kam Tabellenführer Hirsiger auf Rang drei aus der Box, da Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/Isernhagen/beide Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R an der Boxeneinfahrt ohne Benzin liegengeblieben waren. Die daraus resultierende Safety-Car-Phase schob das Feld wieder eng zusammen und Reis, der nun seinerseits mit frischen Reifen auf seinem Ford Mustang unterwegs war, arbeitete sich an Hirsiger heran und ging schließlich vorbei. „Ich wusste aus dem vergangenen Jahr, dass es ein großer Vorteil ist, am Ende die frischen Reifen zu haben. Zumal es zur ersten Boxenstopp-Phase noch etwas feucht war und es damit schwieriger gewesen wäre, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Das Safety Car hat natürlich dazu beigetragen, dass ich nochmal angreifen konnte“, erklärte Reis. „Ich bin sehr glücklich. Endlich haben wir es aufs Podium geschafft, nachdem die Saison sehr hart für uns verlief, weil wir deutlich mehr Pace in der Tasche gehabt haben und das nie zeigen konnten.“

Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) wurden schließlich Vierte und verteidigten ihre Tabellenführung. Platz fünf ging an Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg/beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW vor Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R. Lokalmatador Simon Connor Primm (21/Großschirma) und sein Teamkollege Robin Rogalski (25/POL/HGL Racing) wurden im Audi Siebte, Alain Valente (29/CHE)/Joseph Ellerine (22/ZAF/beide FK Performance Motorsport) im BMW kamen auf Platz acht ins Ziel. Dahinter lagen Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/FRA/beide Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3 Evo, die Top-10 komplettierten John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2.

Das zweite Endurance-Rennen des ADAC GT Masters auf dem Dekra Lausitzring wird am Sonntag ab 15:05 Uhr live auf Sport1 im Free TV übertragen. Im Stream ist es auch bei Joyn, ServusTV ON und auf youtube.com/adacmotorsports zu sehen. Auf dem Youtube-Kanal des ADAC und Joyn gibt es morgens auch das Qualifying ab 8:30 Uhr live.

Quelle: ADAC GT Masters · SPPOriginalmeldung ↗
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